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Anlegerverhalten : Privatanleger haben kaum Interesse an Einzelaktien

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Die meisten Privatanleger lassen weiter die Finger vom Kauf von Einzelaktien. Wenn überhaupt Aktien in Frage kommen, dann über Aktienfonds. Am beliebtesten sind laut einer Umfrage Immobilien als Geldanlage.

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          Private Anleger gehen weiter auf Nummer sicher: Auch nach dem Börsengang der Postbank, der größten Neuemission seit Jahren, zeigen die meisten Deutschen wenig Interesse am Aktienkauf. Das ergab eine polis-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

          Nur 14 Prozent der Befragten zeigten sich demnach interessiert, ihr Geld in Einzelaktien anzulegen. Dagegen steht Immobilienbesitz hoch im Kurs. 58 Prozent der Befragten hielten Wohneigentum für die zur Zeit attraktivste Geldanlageform.

          Immobilien am beliebtesten

          Hohe Wertschätzung genießen deshalb auch Bausparverträge, die von 47 Prozent der Befragten genannt wurden. Einlagen auf Sparbücher und Festgeldkonten (45 Prozent) schlagen noch Lebensversicherungen (41 Prozent) in der Gunst der Anleger. Ein Drittel der Befragten hielt festverzinsliche Papiere für lohnenswert, 29 Prozent sprachen sich für Investmentfonds auf.

          Nachdem sich viele Anleger im Börsenboom vor vier Jahren die Finger verbrannten, wird der Kauf von Einzelaktien nur von wenigen erwogen. Dagegen stoßen Aktienfonds, in denen eine Mischung unterschiedlicher Papiere einen Ausgleich gegen hohe Verluste einzelner Aktien bieten soll, bei 36 Prozent auf Interesse. In der Altersgruppe der 25- bis 34-jährigen sind es sogar 57 Prozent, die ihr Geld in Aktienfonds anlegen würden, lediglich Wohneigentum wird als noch attraktiver eingestuft.

          Männer bekunden häufiger ihr Interesse an Aktien und Wertpapieren als Frauen. Letztere bevorzugen der Umfrage zufolge eher die klassischen Anlageformen, wie Bausparverträge.

          Schulbildung beeinflußt das Anlageverhalten

          Auch Schulbildung und Alter spielen eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung über die Geldanlage: Nur 25 Prozent der Personen mit einfachem Schulabschluß, aber 44 Prozent der Befragten mit Abitur, interessieren sich für Aktienfonds. Für die 18- bis 24jährigen sind der Umfrage zufolge Bausparverträge am interessantesten. Diese wurden von 66 Prozent genannt. Bei den 35- bis 44jährigen steht das Wohneigentum für 71 Prozent ganz vorn. Die über 65-jährigen halten dagegen nach wie vor am Sparbuch fest, danach folgt Wohneigentum.

          Von hochspekulativen Papieren, wie Terminmarktpapieren, wollen fast sämtliche Befragten die Finger lassen. Lediglich drei Prozent der Umfrageteilnehmer zeigten für ein derartiges Engagement Interesse. Bei der repräsentativen Umfrage wurden vom 21. bis 23. Juni von polis 1.009 Personen befragt.

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