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Anlagestrategie : Deutsche Bank sieht Dax 2001 als Favorit

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Zweistelliges Gewinnwachstum in Euroland, ein befestigter Euro, der Dax deutlich über 8.000: die Anlagestrategen der Deutschen Bank malen einoptimistische Börsenbild für 2001.

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          Die Strategen der Deutschen Bank bleiben optimistisch. „Aktien werden im Jahr 2001 positiv im Zentrum des Interesses stehen. Die Sorgen von einer harten Konjunkturlandung werden sich als übertrieben erweisen“, glaubt Alfred Roelli, Leiter der Anlage-Strategie Privatkunden.

          Dabei sieht er in Europa, genauer am deutschen Aktienmarkt, die weltweit größten Kurschancen. Für den Dax erwartet Roelli auf Sicht von zwölf Monaten Stände zwischen 8.200 und 8.700. Ausgehend vom aktuellen Niveau wäre das eine Kurssteigerung zwischen 25 und 33 Prozent. Den amerikanischen S&P 500-Index sieht er Ende 2001 bei 1.500 bis 1.550 Punkten, 14 bis 18 Prozent höher. Für den japanischen Aktienmarkt prognostiziert er 16.000 bis 17.000 Punkte, eine mögliche Steigerung von acht bis 15 Prozent.

          „Soft Landing“ in Amerika

          Den europäischen Unternehmen traut Roelli 2001 ein Gewinnwachstum von zwölf bis 14 Prozent zu. Das Wirtschaftswachstum in Euroland wird sich nächstes Jahr nur leicht auf 3,2 Prozent verlangsamen, schätzt die Bank. Für die USA sind ihre Aussichten verhaltener. Dort erwartet Roelli ein mit acht bis zwölf Prozent deutlich geringeres Gewinnwachstum. Die amerikanische Wirschaft werde in kommenden Jahr um etwa drei Prozent wachsen. Also ein „Soft Landing“.

          „Euro hat jetzt gedreht“

          „Damit könnte endlich die langerwartete Schere zwischen Euroland und den USA aufgehen“, hofft Roelli. „Wir glauben, dass der Euro jetzt gedreht hat.“ Sein wahrscheinlichstes Euro-Szenario ist ein Kurs zwischen 0,85 und 0,95 Dollar. Doch nicht nur die Fed, sondern auch die Europäische Zentralbank hätten ihren Zinserhöhungszyklus abgeschlossen. Daher seien auch europäische Anleihen attraktiv.

          Depotstruktur

          Im Einzelnen empfehlen die Anlagestrategen, 35 Prozent des Portfolios in europäische Aktien und 37,5 Prozent in Euro-Renten zu investieren. US-Aktien sollen mit 15 und japanische Aktien mit fünf Prozent gewichtet werden. Mit 2,5 Prozent soll der Anleger osteuropäische Anleihen beimischen. Die restlichen fünf Prozent Liquidität sollen für eventuelle Nachkäufe zurückgehalten werden.

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