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Und wieder das Marktumfeld : Alzchem bläst Börsengang ab

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„Für einen gesunden Boden und gesunde Pflanzen“ - Dünger Perlka von Alzchem Bild: Unternehmen

Börsengänge bleiben in Deutschland ein Trauerspiel: Mit Alzchem bläst nun der erste Kandidat des Jahres den Schritt auf’s Parkett wieder ab.

          Das Spezialchemie-Unternehmen Alzchem geht nun doch nicht an die Börse. Der ursprünglich für Freitag geplante Schritt sei verschoben worden, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. „Das gegenwärtig weiterhin von politischen Themen dominierte Marktumfeld sorgt trotz hoher Indexstände für eine anhaltende Unsicherheit bei Neuinvestitionen“, hieß es zur Begründung. Trotz des großen Interesses institutioneller Investoren in Europa und den Vereinigten Staaten sei eine Plazierung in der angestrebten Preisspanne deshalb nicht möglich gewesen.

          Ursprünglich hatte das Unternehmen 8,13 Millionen Aktien angeboten, von denen 2 Millionen aus einer Kapitalerhöhung stammen sollten. 739.000 Papiere waren als Mehrzuteilungsoption vorgesehen gewesen, der Rest stammte aus dem Besitz der Altaktionäre. Die Preisspanne hatte bei 20 bis 27 Euro gelegen.

          Damit hätte die Transaktion ein Volumen von bestenfalls 219,5 Millionen Euro gehabt. Alzchem hatte einen Emissionserlös von 40 bis 54 Millionen Euro angepeilt. Der größte Teil dieser Summe sollte in den Bau einer weiteren Produktionsanlage am Standort Trostberg fließen.

          Statt der Erlöse aus dem Börsengang sollen nun „alternative Finanzierungsmöglichkeiten“ in Anspruch genommen werden, wie Alzchem-Chef Ulli Seibel in der Mitteilung zitiert wurde. Darüber hinaus prüfe das Unternehmen einen Börsengang „in der Zukunft“. Alzchem stellt diverse Chemieprodukte her und ist auf Futtermittelzusatzstoffe und Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert.

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