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Aktienmarkt : Zukauf von Symrise kommt bei Anlegern nicht gut an

  • Aktualisiert am

Die Anleger können Symrise am Montag nicht riechen Bild: dpa

In einem aufgrund der Ukraine-Krise unruhigen Markt leidet der Kurs von Symrise nach Vermeidung eines Zukaufs. Investoren sind derzeit wenig risikofreudig.

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          Der geplante Kauf der französischen Diana-Gruppe durch den Duft- und Aromenhersteller Symrise –wird von den Anlegern am Montag zurückhaltend aufgenommen. Mit einem Abschlag von 2,8 Prozent entwickelt sich der Aktienkurs deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Diesen belastet die Angst vor einer Eskalation des Ukraine-Konflikts. Der Dax fällt um 0,5 Prozent auf 9265 Zähler. Der mit 100 Werten deutlich marktbreitere F.A.Z.-Index gibt 0,6 Prozent auf 1944 Zähler nach.

          Symrise  will 1,3 Milliarden Euro in die Übernahme investieren und hat sich dafür eine Brückenfinanzierung gesichert. Das Angebot sei absehbar gewesen und der Preis recht hoch, sagte ein Händler. Berenberg-Analystin Evgenia Molotova hält die Akquisition allerdings für strategisch sinnvoll. Symrise will mit dem Zukauf unter anderem seine Stellung in den Märkten Duftstoffe und Lebensmittel erheblich ausweiten.

          Noch deutlicher im Minus liegen Rheinmetall. Berichte über einen geplatzten Verkauf von Leopard-Panzern an Saudi-Arabien lassen den Kurs um mehr als 4 Prozent fallen. Die „Bild am Sonntag“ hatte gemeldet, die Bundesregierung werde dem umstrittenen Export nicht zustimmen. Ebenfalls belastend wirkte sich ein Bericht des „Spiegel“ aus, wonach Ermittler erneut Räume der Rheinmetall-Rüstungssparte RDE im Zusammenhang mit mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen durchsucht haben.

          Am Aktienmarkt ist unterdessen die Unruhe groß. Investoren befürchteten, dass sich die Lage im Osten der Ukraine nach dem Ultimatum der Regierung für die pro-russischen Separatisten weiter zuspitzt. Diese haben ein Ultimatum der Regierung in Kiew offenbar verstreichen lassen Übergangspräsident Alexander Turtschinow hatte mit einem „groß angelegten Anti-Terror-Einsatz“ unter Beteiligung der Streitkräfte gedroht, um die Unruhen zu beenden. Laut Analyst Christian Schmidt von der Heleba zeigt die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten Russland für die Unruhen verantwortlich macht, wie schnell sich die Stimmung weiter verschlechtern kann.

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