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Aktienmarkt : Rätsel um Air-Asia-Jet belastete Allianz-Kurs

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Bild: AFP

Die Allianz ist Hauptversicherer des verschwundenen Jets der Air Asia. Das belastet den Aktienkurs. Der Kurs der Air-Asia-Aktie steht noch deutlicher unter Druck.

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          Das Verschwinden eines Airbus A320 der malaysischen Billigfluglinie Air Asia wirkt sich auch am deutschen Aktienmarkt aus. Um 1,3 Prozent gibt der Aktienkurs des Versicherers Allianz nach, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hat, der Hauptversicherer des verschollenen Flugzeugs zu sein. Die Tochtergesellschaft AGCS ist auch Hauptversicherer der Malaysian Airlines, die in diesem Jahr zwei Maschinen verloren hat.

          Zwar ist nicht klar, wie sehr die Unglücksfälle AGCS und die Allianz belasten werden oder ob überhaupt ein Versicherungsfall eingetreten ist. In der Regel sind große Passagiermaschine mit etwa 100 Millionen Euro versichert - leicht über dem Marktwert des Flugzeugs. Die Haftpflichtversicherung für die Passagiere beläuft sich auf ein Vielfaches davon. Allerdings übernimmt nie ein einzelner Versicherer die Risiken allein, sondern es gibt immer einen „Pool“ an Assekuranzen, um die potentielle Last auf mehreren Schultern zu verteilen. Als besonders teuer gelten amerikanischen Passagiere, weil in den Vereinigten Staaten recht hohe Schadenersatzklagen geltend gemacht werden können. In der Praxis zahlen Fluggesellschaft und Hauptversicherer Soforthilfe an die Hinterbliebenen und klären die rechtlichen Details später.

          Auch der Kurs des Flugzeugbauers Airbus gibt am Montag um etwa 1,4 Prozent nach. DZ-Bank-Analyst Markus Turnwald zufolge ist Air Asia ein sehr wichtiger Kunde des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns. Neben einem Großauftrag für den A320neo sei die Airline auch der größte Kunde für den größeren A330neo.

          Der Kurs der Air Asia fiel an der malaysischen Börse zu Handelsbeginn um fast 13 Prozent, erholte sich aber wieder und schloss 8,5 Prozent tiefer. Das Verschwinden des Airbus A320 sei auch aus Sicht der Anleger besorgniserregend, sagte ein Analyst. Die Stimmung der Investoren könnte sich mit Blick auf malaysische Fluggesellschaften verschlechtern, nachdem innerhalb kurzer Zeit wiederholt eine Airline aus der Region von einem vermutlichen Unglück betroffen sei.

          Ein anderer Analyst sieht allerdings keine nachhaltigen Belastungen für die Nachfrage der Passagiere in der Region sowie für die Papiere von AirAsia. So hatte die Billigfluggesellschaft seit dem kommerziellen Start 2001 keine nennenswerten technischen Probleme.

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