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Aktienmarkt Amerika : Google, K-Swiss und Marvel bestehen harten Test

  • -Aktualisiert am

Hohe Rentabilität und niedrige Verbindlichkeiten sind eine starke Kombination. Weniger als drei Prozent aller amerikanischen Aktien erfüllen beide Kriterien. John Dorfman nennt Titel, die zu den guten Ausnahmen zählen.

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          Hohe Rentabilität und niedrige Verbindlichkeiten sind eine starke Kombination. Wenn man eine Aktie findet, die beide Qualitäten gleichermaßen besitzt, ist das zwar noch keine Garantie für Kursgewinne - wann gibt es die schon. Aber zumindest erhöht es die Gewinnchancen. Etwa zehn Prozent der amerikanischen Aktien haben eine hohe Rentabilität vorzuweisen, womit hier eine Eigenkapitalrendite von mindestens 25 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr gemeint sein soll. Etwa 21 Prozent der Aktien sind von Unternehmen mit niedrigen Verbindlichkeiten. Als „niedrige Verbindlichkeiten“ sollen hier Verbindlichkeiten gelten, die weniger als zehn Prozent des Eigenkapitals ausmachen.

          Weniger als drei Prozent aller amerikanischen Aktien erfüllen beide Kriterien. Eine davon ist Google, von der in letzter Zeit viel die Rede war. Nach einem Börsengang mit enormem Werbeaufwand im August sind die Google-Aktien bisher um 120 Prozent gestiegen. Dennoch empfehle ich Google nicht. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwa 160 ist die Aktie für meinen Geschmack zu teuer. Ich empfehle aber fünf andere Aktien, die auch zu besagten drei Prozent gehören.

          CMGI

          Da ist zunächst einmal CMGI. Das Unternehmen unterstützt Firmen im Ein- und Verkauf über das Internet. CMGI war einst der Inbegriff der Internet-Euphorie und war an unzähligen anderen Webfirmen mit bis zu 100 Prozent beteiligt. Anfang 2000 wurde die Aktie zu einem Kurs von über 163 Dollar gehandelt. Heute steht sie bei 1,40 Dollar. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens betragen etwa sechs Prozent des Eigenkapitals. Die Anleger sind nicht mehr so begeistert vom Internet, obgleich es inzwischen zu einem untrennbaren Bestandteil des täglichen Lebens geworden ist. Zu Spitzenzeiten wurde CMGI mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 300 gehandelt. Heute sind die Zahlen eher bodenständig: Kurs-Gewinn-Verhältnis zwölf, Kurs-Buchwert-Verhältnis 1,9 (Eigenkapital pro Aktie) und Kurs-Umsatz-Verhältnis 1,7. Im vergangenen Geschäftsjahr, das im Juli 2004 endete, erwirtschaftete CMGI eine Eigenkapitalrendite von 32 Prozent. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens betragen etwa sechs Prozent des Eigenkapitals. Ich habe ein Faible für gefallene Engel. CMGI ist so tief gefallen, daß kein Analyst die Aktie mehr beachtet. Ich halte sie jedoch für empfehlenswert.

          Darüber hinaus empfehle ich Watson Wyatt & Co., wie ich es auch im letzten und vorletzten Jahr getan habe. Die Aktie ist in diesem Jahr um elf Prozent gestiegen und hat in den letzten zwei Jahren 38 Prozent zugelegt. Watson Wyatt ist ein Personalberatungsunternehmen, das Firmen bei der Mitarbeitersuche sowie bei deren Bindung und Motivation unterstützt. Seit dem mit Verlust abgeschlossenen Geschäftsjahr 1998 erwirtschaftet das Unternehmen seit sechs Jahren in Folge Gewinne. Im Geschäftsjahr 2004 (das am 30. Juni endete) erzielte Watson Wyatt eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent. Das Unternehmen hat keine Verbindlichkeiten. Angesichts der Erfolgsbilanz des Unternehmens ist Watson Wyatt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,2 angemessen bewertet.

          Abercrombie & Fitch

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