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Aktienmarkt Amerika : Exxon führt Hitliste der Schwergewichte an

  • -Aktualisiert am

General Electric, Intel und Microsoft finden sich in ungezählten Aktienfonds wieder. Vermögensverwalter John Dorfman rät dennoch von ihnen ab. Er setzt dafür auf Chevron, Citigroup, Exxon-Mobil und Wells Fargo.

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          Bei amerikanischen Aktien aus der zweiten Reihe kenne ich mich besonders gut aus; viele Anleger bevorzugen aber die relative Sicherheit und Stabilität der großen Werte. Einmal im Jahr nehme ich deshalb die 20 - gemessen am Börsenwert - größten amerikanischen Aktien unter die Lupe.

          In den vergangenen vier Jahren haben meine Kaufempfehlungen bei den Top 20 im Durchschnitt 8,3 Prozent Rendite gebracht. Die Aktien, die ich mit „neutral“ eingestuft habe, brachten 2,8 Prozent, und die Aktien, von denen ich abgeraten habe, erzielten durchschnittlich eine Rendite von 1,9 Prozent. Die Angaben beziehen sich auf den Gesamtgewinn, also einschließlich Dividende, über einen Zeitraum von zwölf Monaten.

          Hier sind meine neuesten Empfehlungen zu den Top 20:

          Exxon Mobil - kaufen
          Die Aktien des weltgrößten börsennotierten Ölkonzerns empfehle ich das fünfte Jahr in Folge. Innerhalb von vier Jahren brachten sie einen Gewinn von 77 Prozent. Exxon mit Sitz in Irving, Texas, ist der Hauptproduzent eines Rohstoffs, auf den die Welt angewiesen ist. Das Unternehmen hat eine erstklassige Bilanz, die Verbindlichkeiten liegen bei weniger als neun Prozent des Eigenkapitals. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 13.

          General Electric - vermeiden
          Der Hersteller von Industrieprodukten und Konsumgütern mit Sitz in Fairfield, Connecticut, hat in den vergangenen fünf Jahren ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 9,4 Prozent verzeichnet. Das reicht meiner Ansicht nach nicht aus, um ein KGV von 20 zu rechtfertigen.

          Microsoft - vermeiden
          Der Gewinn von Microsoft aus Redmond, Washington, ist in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 5,4 Prozent per annum gestiegen. Die Aktien des Softwareproduzenten sind sechs Mal so hoch bewertet wie der Buchwert des Unternehmens (Aktiva minus Passiva je Aktie), haben ein KGV von 20 und ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von sieben.

          Citigroup - kaufen
          Citigroup weist eine Dividendenrendite von 3,9 Prozent auf. Die Gewinne sind in den vergangenen fünf Jahren jährlich um 8,7 Prozent gestiegen und das KGV der Aktie des New Yorker Unternehmens liegt bei elf.

          Pfizer - kaufen
          Nachdem ich drei Jahre lang von Pfizer abgeraten hatte, gab ich im September vergangenen Jahres erstmals wieder eine Kaufempfehlung ab. Doch dann gab die Aktie des New Yorker Unternehmens um zehn Prozent nach. Ich gehe aber unverzagt weiter davon aus, daß der größte amerikanische Pharmakonzern mit einem KGV von zwölf attraktiv bewertet ist.

          Johnson & Johnson - neutral
          Johnson & Johnson mit Sitz in New Brunswick, New Jersey, ist für mich ein herausragendes Unternehmen. Aber ich zahle nur ungern ein KGV von 19 und das Fünfeinhalbfache des Buchwerts für die Aktien des Herstellers von Gesundheitsprodukten.

          Wal-Mart - vermeiden
          Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren im Durchschnitt ein Gewinnwachstum von 14 Prozent erzielt, was lobenswert ist. Weniger ermutigend sind allerdings die langfristigen Verbindlichkeiten des Einzelhändlers aus Bentonville, Arkansas, die sich auf 75 Prozent des Eigenkapitals belaufen.

          Bank of America - kaufen
          In den drei Jahren, in denen Bank of America in den Top 20 rangiert, habe ich sie jedes Jahr empfohlen. Innerhalb von drei Jahren haben die Papiere insgesamt einen Kursgewinn von 58 Prozent gebracht. Das in Charlotte, North Carolina, ansässige Unternehmen gefällt mir angesichts eines KGV von 10 und einer Rendite von 4,7 Prozent besser denn je.

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