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Aktienindizes : Elmos, Technotrans und Mühlbauer steigen in Nemax 50 auf

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Am Mittwoch hat die Deutsche Börse über die Neugewichtung ihrer Indizes entschieden. Außerdem wird der SDax verkleinert.

          Am Mittwoch hat die Deutsche Börse AG über die Zusammensetzung der Aktienindizes neu entschieden. Elmos Semiconductor, Technotrans und Mühlbauer Holding steigen demnach in den Nemax 50 auf. Broadvision, die den Neuen Markt verlassen werden, sowie Pixelpark und Trintech Group müssen aus dem Auswahlindex des Technologiesegments absteigen. Der SDax wird von 100 Unternehmen auf 50 verkleinert.

          Für die Gewichtung der Aktien werden in den Indizes ab 24. Juni nur noch die Anteile berücksichtigt, die zum Streubesitz gehören - also die Anteile, die frei gehandelt werden können. Entscheidend für die Zugehörigkeit zu den Indizes sind die Marktkapitalisierung und der Börsenumsatz. Wer es beispielsweise im Nemax 50 bei einem dieser Kriterien nicht mehr unter die ersten 60 schafft, kann absteigen - für einen Aufstieg müssen dagegen beide Kriterien erfüllt sein.

          SDax wird halbiert

          Die Anzahl der SDax-Werte wird halbiert. Statt wie bisher 100 Unternehmen sollen ab Juni nur noch 50 Unternehmen den Index abbilden. Denn das Börsensegment Smax ist so stark geschrumpft, dass die Zahl der Unternehmen nicht mehr ausreicht, um den Auswahlindex SDax zu füllen. Wie beim Nemax 50 gilt beim SDax künftig die 60/60-Regelung. Das heißt, es können diejenigen Titel in den SDax kommen, die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz unter die ersten 60 kommen.

          Der SDax setzt sich ab 24. Juni wie folgt zusammen: Amadeus, Baader Wertpapierhandelsbank, Biotest, Capitalstage, CEAG, CeWe Color, Concord Effekten, Condomi, Data Modul, Deutsche Beteiligungs AG, Edscha, Elexis, Eurobike, Fuchs Petrolub, Gardena Holding, Gesco, Hawesko Holding, Holsten-Brauerei, Hornbach Holding, KSB, Leifheit, Leoni, Ludwig Beck, Mannheimer AG Holding, Marseille-Kliniken, Masterflex, Mediclin, MPC, MVV Energie, Pfleiderer, Progress-Werk Oberkirch, R.Stahl, Rational, Rohwedder, Sartorius, Schlott Sebaldus, SM Wirtschaftsberatung, Spütz, STO, TA Triumph-Adler, TAG Tegernsee, Takkt, Tarkett Sommer, TFG Venture Capital, Turbon, VCL Film + Medien, Villeroy & Boch, Vogt Electronic, Winkler + Dünnebier.

          Voraussichtlich keine Veränderungen beim Dax

          Unterdessen zeichnet sich aus jetziger Sicht beim Dax auch im September bei der Zusammensetzung keine Veränderung ab. Zwar rangieren Altana, die Deutsche Börse und Beiersdorf hinsichtlich der Marktkapitalisierung unter den ersten 30 und haben auch den nötigen Börsenumsatz. Beim Dax gilt aber die 35/35-Regelung, und auch die am schlechtesten platzierten Dax-Mitglieder MAN, FMC und Epcos sind nach beiden Kriterien unter den 35 größten Unternehmen zu finden.

          Von der neuen Streubesitzregelung profitiert Siemens am stärksten. Auch die Deutsche Bank, Eon und Bayer sind ab September deutlich stärker als bisher im Dax vertreten. Zurückgehen wird hingegen das Gewicht der Deutschen Telekom, der Münchener Rück, von BMW, von SAP und von den VW Stämmen.

          Aareal könnte in den MDax aufsteigen

          Beim MDax ist nach Einschätzung von Beobachtern noch schwer vorherzusehen, ob die Deutsche Börse eines oder mehrere Unternehmen aus dem Index ausschließen wird. Als Aufstiegskandidaten gelten die aus der Depfa hervorgegangene Immobilienbank Aareal sowie die Deutsche Beteiligungs AG, die Klöckner-Werke und Leoni. Die drei letztgenannten Unternehmen sind allerdings auch kaum besser positioniert als die möglichen Abstiegskandidaten Gold-Zack, Agiv, Escada und Kolbenschmidt-Pierburg.

          Zu den Gewinnern der Umstellung auf Streubesitz im MDax zählen Analysten zufolge die Deutsche Börse, Merck und Continental, während der geringe Streubesitz bei Beiersdorf, AMB Generali und bei BHW zu einem verringerten Gewicht führen wird.

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