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Marktbericht : Hochtief in der Gunst der Aktionäre

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Hochtief will seinen Anteil an der australischen Tochter Leighton erhöhen. Die Aktionäre belohnen die Neuigkeit. Die Krimkrise drückt aber drückt auf den Aktienmarkt.

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          Der Aktienkurs von Hochtief legt am Montag um 2 Prozent zu. Für mehr als eine Milliarde australische Dollar (rund 755 Millionen Euro) will der Baukonzern seinen Anteil an der australischen Tochter Leighton auf gut 74 Prozent ausbauen. Das vom spanischen Konzern ACS kontrollierte Unternehmen bietet den Leighton-Aktionären 22,15 australische Dollar je Anteil.

          Derweil fällt der Dax um 1,3 Prozent auf 9226 Punkte. In der vergangenen Woche hatte er rund 3,5 Prozent eingebüßt, allein 2 Prozent am Freitag. Auf die Stimmung drückt weiterhin die Krim-Krise. Hinzu kamen schwache Konjunkturdaten aus China. Der mit 100 Werten den Markt breiter abbildende F.A.Z.-Index liegt ebenfalls 1,3 Prozent im Minus bei 1949 Punkten.

          Nachdem die Aktienkurse zunächst nur leicht im Minus lagen, ging es nach Medienberichte, wonach russische Truppen bei der Übernahme eines ukrainischen Militärpostens auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim Schüsse abgegeben hätten, stärker nach unten. Dabei sei niemand verletzt worden. Die russische Nachrichtenagentur Interfax habe sich laut den Berichten auf Aussagen eines ukrainischen Kommandeurs berufen. „Angesichts der anhaltenden Krise um die Krim sind weitere Rückschläge nicht auszuschließen“, sagt Analyst Wolfgang Albrecht von der LBBW und verweist darauf, dass Moskau im diplomatischen Konflikt um die Krim nicht einlenken will.

          Der Blick auf China zeigt, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im Februar zum erstmals seit elf Monaten wieder ein Defizit in der Handelsbilanz verzeichnete. Zudem gab die chinesische Landeswährung Yuan zu Wochenbeginn abermals spürbar nach. Die Notenbank hatte den Yuan-Referenzkurs zuvor bereits deutlich abgewertet. Die Wirtschaftsschwäche Chinas belastete vor allem Thyssen-Krupp, dessen Kurs um 3,7 Prozent nachgibt.

          Symrise und SGL schwächer nach Zahlen und Ausblick

          Mit Bilanzen und Ausblicken stehen in der zweiten Reihe der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise sowie der Kohlenstoffspezialist SGL Group im Blick. Die Anteilsscheine von Symrise legen 1,7 Prozent zu. SGL verlieren 5,8 Prozent. Das Unternehmen rutschte im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen, was jedoch angesichts des anhaltenden Preisdrucks im wichtigen Geschäftsfeld mit Graphitelektroden nicht überraschend kam. Es sei das schlimmste Jahr der Firmengeschichte, sagen Beobachter. Der Konzern hatte bereits im Februar vor einem hohen Verlust gewarnt und nur einen trüben Ausblick für das laufende Jahr gegeben.

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