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Aktien-Analyse : Jost-Aktie bleibt ein lukrativer Dividendenbringer

  • Aktualisiert am

Bild: Tai-Pan

Der Aktienkurs der Jost AG hat seit dem Sommer bereits um fast 62 Prozent zugelegt. Doch dank einer mehr als verdreifachten Dividende wirft der Kanzleivermittler noch immer eine interessante Dividendenrendite ab.

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          Konkret hat das im bayerischen Lauf ansässige Unternehmen der Ende März stattfindenden Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,90 Euro je Aktie vorgeschlagen. Wird diesem Vorhaben zugestimmt, wäre das verglichen mit den für das Geschäftsjahr 2009 gezahlten 0,25 Euro mehr als eine Verdreifachung.

          Das würde außerdem einer Ausschüttungssumme von mehr als 80 Prozent entsprechen und dieses Ausschüttungsverhalten signalisiert auch, dass sich der Kanzleivermittler nach der 2010 vollzogenen Portfolioerweiterung um die Personalvermittlung und Unternehmensfinanzierung gut aufgestellt sieht. In einer Mitteilung weist der Vorstand jedenfalls darauf hin, dass mit dem Vorschlag zur Dividendenerhöhung unterstrichen werden soll, dass der langjährige Wachstumskurs des Unternehmens nachhaltig ist. Zudem liegt der anvisierte Dividendensatz 10 Cent über dem Niveau, das den Aktionären im letzten Zwischenbericht für 2010 in Aussicht gestellt.

          Chartbild überzeugt

          Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die Aktie (Isin DE0006216401) seit der letzten Besprechung an dieser Stelle am 12. November aktuell schon um einen Euro zulegen konnte. Und das muss noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Charttechnisch gesehen präsentiert sich der Titel jedenfalls in einer viel versprechenden Ausgangslage. Die Notiz ist gerade auf ein Mehrjahreshoch vorgerückt und auf dem Weg in Richtung nächste wichtige Widerstandszone bei rund 15 Euro steht jetzt nur noch eine größere Hürde bei dem im März 2005 markierten Zwischenhoch von 13,10 Euro im Wege.

          Dem Wert ist mittelfristig durchaus ein Vorstoß in diese Kursregion zuzutrauen. Dafür spricht zumindest das im Vorjahr erreichte beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Die auf die Vermittlung von Steuerberatungs-, Wirtschaftsprüfungs- und Rechtsanwaltskanzleien spezialisierte Gesellschaft schaffte es, den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 45 Prozent auf 1,66 Millionen Euro zu steigern. Der Jahresüberschuss legte gleichzeitig um das 2,5fache auf 0,489 Millionen Euro zu.

          Vorstand gibt sich weiterhin zuversichtlich

          Bei einer Aktienzahl von 439.000 ergibt sich daraus ein Ergebnis je Aktie von 1,11 Euro. Und daraus wiederum errechnet sich beim aktuellen Kurs von 11,71 Euro ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,5. Das ist als moderat zu bezeichnen, insbesondere wenn man dem Optimismus von Klaus Jost Glauben schenkt. Denn der Vorstandsvorsitzende ist zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr die erreichten Rekordwerte erneut übertreffen zu können. „Es gibt keinen Grund, weshalb wir nicht weiter profitabel und erfolgreich wachsen sollten. In 2011 halten wir eine Steigerung des Umsatzes auf 2 Millionen Euro für erreichbar und betrachten dies als unser Ziel. Dabei achten wir sehr darauf, dass dieses Wachstum auch entsprechende Ergebnisbeiträge liefert.“

          Dieser Ausblick sollte den einen oder anderen neuen Aktionär anlocken, zumal die vorgeschlagene Dividende auch noch einer ansehnlichen Dividendenrendite von 7,7 Prozent entspricht. Operativ, fundamental und charttechnisch steht der Titel damit gut gerüstet da.

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