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Aktie : Luxusprodukte gehen immer

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Bild: REUTERS

Aktien aus dem Luxusgüter-Segment fielen zuletzt besonders positiv auf. Kaufsignale werden bei LVMH, Richemont und Dior gesehen. Die technische Analyse.

          3 Min.

           Im europäischen Stoxx Sektor Personal & Household Goods sind schwerpunktmäßig die Bereiche Tabak, Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetika und Körperpflege, Bekleidung, Sportartikel und Luxusgüter zusammengefasst. Bei diesem Sektorindex, der zuletzt neue historische Höchstkurse erreicht hat und damit die intakte technische Hausse fortsetzen sollte, fielen zuletzt die Aktien aus dem Luxusgüter-Segment besonders positiv auf. Die intakten technischen Haussen und die neuen Investment-Kaufsignale bei der schweizerischen Compagnie Financière Richemont, die jetzt auch in den Stoxx 50 aufgenommen wird, sowie den französischen LVMH und Christian Dior empfehlen gerade diese Titel zum (Zu-)Kauf.

          LVMH in Hausse-Bewegung

          Der französische Luxusgüterhersteller LVMH Louis Vuitton Moët Hennessy ist sowohl im Stoxx 50 als auch im Euro Stoxx 50 enthalten. Die Aktie gehört zu den Marathonläufern unter den europäischen Standardwerten. Seit dem Jahr 1990 - ausgehend von einem Kursniveau um etwa 14,2 Euro - liegt eine sehr langfristige Hausse-Bewegung vor. Diese wird durch einen über 20 Jahre alten Hausse-Trend, bestehend aus den Kurstiefs aus dem Jahr 1998 bei etwa 18,9 Euro und dem November 2008 bei etwa 38,1 Euro, begrenzt.

          Dieser sehr langfristige Hausse-Trend liegt aktuell erst bei etwa 50 Euro und hat auf die aktuelle technische Lage der Aktie nur einen geringen Einfluss. Der Hausse-Trend, der zum Jahreswechsel 2008/2009 bei Kursen um 38,1 Euro begann, führte die Aktie bis Dezember 2010 auf ein Kursniveau um 132,7 Euro. Danach ist der Titel in eine Seitwärtspendelbewegung hineingelaufen, die aus übergeordneter technischer Sicht eine normale Konsolidierung auf den vorherigen Hausse-Trend darstellt und einen mittelfristig trendbestätigenden Charakter (nach oben) aufweist. Diese Pendelbewegung wird einerseits durch die gestaffelte Unterstützungszone ab 100 Euro und andererseits durch die gestaffelte Widerstandszone von 132,7 Euro bis 136,8 Euro begrenzt.

          In den vergangenen Monaten hat sich innerhalb der Seitwärtspendelbewegung direkt unterhalb der Widerstandszone ein Aufwärtsdreieck herausgebildet, so dass der technische Ausbruch nach oben vorbereitet wurde. Deshalb überrascht es nicht, dass die Aktie in den vergangenen Handelstagen mit einem neuen Investment-Kaufsignal nach oben in Bewegung gekommen ist und jetzt die Wiederaufnahme der technischen Neubewertung anstehen sollte. Da sich bei LVMH als nächstes technisches Etappenziel der Bereich von 160 Euro bis 170 Euro andeutet, bleibt die Aktie ein technischer (Zu-)Kauf.

          Richemont mit neuem Allzeithoch

          Die Aktien des schweizerischen Konzerns Compagnie Financière Richemont, dessen Geschäftsschwerpunkt die Herstellung und der Vertrieb von verschiedenen Luxusgütern wie der Juwelier-Marke Cartier ist, gehören ebenfalls zu den technischen Marathonläufern unter den europäischen Standardwerten. Seit dem Jahr 1990 und einem Kursniveau um 3,1 Schweizer Franken (CHF) bewegt sich die Aktie in einer idealtypischen Hausse-Bewegung, die sich als Wechselspiel von Investment-Kaufsignalen, mittel- bis langfristigen Aufwärtstrends und mittelfristigen Konsolidierungen technischen Korrekturen ergibt. Die seit über 20 Jahren bestehende Hausse-Bewegung wird zwar von einem zentralen Hausse-Trend, der aktuell erst bei etwa 20 Schweizer Franken liegt, begrenzt, jedoch hat dieser Trend für die aktuelle technische Lage der Aktie nur eine untergeordnete Bedeutung.

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