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Aktie der Woche : Konjunkturerholung wird JLG Industries beflügeln

  • -Aktualisiert am

Will hoch hinaus: JLG Industries Bild: jlg

Der erwartete Wirtschaftsaufschwung und deutliche Kostensenkungen machen JLG aus Sicht der S&P-Analysten zu einem klaren Kauf.

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          Standard & Poor's Aktie der Woche ist JLG Industries. Das ist der weltweit führende Hersteller mobiler Arbeitshebelbühnen und einer der führenden Produzenten von Teleskopladern und Teleskop-Hydraulikbaggern. Der Titel erhielt mit fünf Sternen das höchste Ranking und ist somit aus Sicht der Analysten ein klarer Kauf.

          Steigende Nachfrage erwartet

          Wie die meisten Baumaschinenhersteller hatte auch JLG Industries unter dem Konjunkturabschwung der vergangenen anderthalb Jahre zu leiden. In den USA lässt der Markt jedoch erste Zeichen der Besserung erkennen. Die neuesten Zahlen für die Bauausgaben und die verarbeitende Industrie sprechen für erhöhte Ausgaben und eine anhaltend starke Investition in Industriegüter.

          Viele JLG-Kunden, darunter auch der Hauptabnehmer United Rentals, planen in absehbarer Zukunft eine Erneuerung ihres Fuhrparks. Diese Investitionspläne, unterstützt durch das weiterhin niedrige Zinsniveau, könnte JLG auf seinem Heimatmarkt erneut ein kräftiges Wachstum und steigende Gewinne bescheren.

          Zwar präsentiert sich die europäische Wirtschaft momentan in weniger guter Verfassung. Für JLG aber bleibt die EU angesichts der günstigen Absatzmöglichkeiten für seine Produkte ein Wachstumsmarkt. Denn hier sind diese Märkte im Vergleich zu den USA größer, aber gleichzeitig noch weniger gesättigt.

          Zwischentief in den Jahren 2001 und 2002

          Der Jahresumsatz ist in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 20 Prozent gestiegen. Gleichwohl waren im Geschäftsjahr 2001 und in der ersten Hälfte des Jahres 2002 Rückgänge zu verzeichnen. Diese Umsatzminderung ist aber auf das im Augenblick allgemein schwache Branchenumfeld zurückzuführen.

          JLG dürfte des weiteren von den Kosteneinsparungen profitieren, die sich aus der Verbesserung seines Produktionsverfahrens ergeben. Durch Schließung von Anlagen, Konsolidierungsmaßnahmen und Personal- und Lagerbestandsreduktionen hat JLG seine Kosten um jährlich etwa 20 Millionen Dollar verringert. Unserer Ansicht nach ist das Unternehmen durch diese Kosteneinsparungen leistungsfähiger geworden. Das dürfte im Geschäftsjahr 2003 zu einer merklichen Steigerung der Gewinnmargen führen.

          Gesunde Bilanz wird groß geschrieben

          Eine weitere Stärke von JLG war bislang seine Fähigkeit, einen gesunden freien Cash-Flow hervorzubringen. Seit dem Ende des Geschäftsjahres 2001 hat das Unternehmen seine Schuldenlast um 93 Millionen Dollar vermindert und somit seine Verschuldungsquote von 53 auf 46 Prozent gesenkt. Außerdem hat JLG durch eine Verringerung der Außenstände und Lagerbestände sein Betriebskapital reduzieren können. Das Unternehmen plant dennoch einen weiteren Schuldenabbau mit dem Ziel einer Verschuldungsquote von 35 bis 45 Prozent. Wir halten das wir im Lauf der kommenden sechs bis zwölf Monate für durchaus machbar.

          Für das Geschäftsjahr 2002 erwarten wir einen Gewinnrückgang um rund 16 Prozent auf 0,68 Dollar je Aktie. Wenn sich allerdings wie erwartet die Wirtschafts- und Branchenbedingungen weiter verbessern, dürfte JLG seinen Marktanteil zumindest in Europa erhöhen. Somit erwarten wir, dass sich der Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2003 auf 1,41 Dollar mehr als verdoppelt. Die Margen des Unternehmens dürften in Folge der Kosteneinsparungen einen beachtlichen Auftrieb erhalten.

          Die Aktien verfügen derzeit über ein geschätztes dynamisches Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 1,15 oder ein 2003er KGV von rund zehn. Das ist wenig im Vergleich zu den Wettbewerbern, mit entsprechenden Werten von 1,62 und 14,2. Der gewichtete Durchschnitt der Resultate unserer verschiedenen Bewertungsmodelle legt nahe, dass die JLG-Aktien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten eine Kursniveau von 18 bis 20 Dollar erreichen können.

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