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Agentur Moody’s : Finnlands Spitzenrating ist gefährdet

  • Aktualisiert am

Finnlands Spitzenrating ist Geschichte. Bild: Picture-Alliance

Finnland gehört wie Deutschland zu den wenigen Ländern im Euroraum, die noch über ein Spitzenrating bei der Ratingagentur Moody’s verfügen. Doch die Wirtschaftslage ist alles andere als rosig und das Rating könnte sich bald ändern.

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          Die Wirtschaftslage in Finnland ist derzeit alles andere als rosig. Das schlägt sich nun auch in Bedenken der Ratingagentur Moody's nieder. Das Spitzenrating „AAA“, das Finnland derzeit bei Moody's hat, ist gefährdet. Die Ratingagentur nahm den Ausblick für das finnische Kreditrating von „stabil“ auf „negativ“ zurück, was in den kommenden Monaten auch den Verlust des Triple-A-Ratings nach sich ziehen kann.

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          Moody's teilte mit, Finnland habe nun schon über längere Zeit ein geringes Wachstum. Das schwäche die Widerstandskraft gegen mögliche wirtschaftliche Schocks und habe negative Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen.

          Finnland gehört wie Deutschland zu den wenigen Ländern im Euroraum, die überhaupt noch über ein „AAA“ bei Moody's verfügen. Die Agentur S&P hatte das finnische Rating schon im Oktober auf „AA+“ gekappt. Die dritte große Agentur, Fitch, hatte den Ausblick für das nordische Land im März wie jetzt auch Moody's von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt. Ein schlechteres Kredit-Rating kann höhere Kosten bei der Aufnahme von Krediten nach sich ziehen.

          Finnland ist längst nicht mehr das blühende Land, zu dem es der Aufstieg des Mobilfunkgeräteherstellers Nokia zum Weltmarktführer einst gemacht hatte. Mit Nokia ist auch die finnische Wirtschaft abgestürzt. Die Arbeitslosigkeit beträgt mittlerweile fast 10 Prozent, die Wirtschaft des Landes stagniert annähernd.

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