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Preisvergleich : So teuer ist der Nahverkehr in der Großstadt

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Müncher Pendler können sich über im Vergleich mit anderen Großstädten günstige Ticketpreise freuen Bild: dpa

Der Autoclub ADAC hat die Ticketpreise für den Nahverkehr in 21 Großstädten verglichen – und dabei interessante Ergebnisse festgestellt. Fest steht: Mit Fahrrad wird es fast überall teurer.

          Ausgerechnet der Autofahrer-Club ADAC hat die Preise im öffentlichen Nahverkehr in großen deutschen Städten verglichen – und hat gravierende Preisunterschiede festgestellt. So zahlen Pendler in Hamburg für die Monatskarte fast doppelt so viel wie in München. In der bayerischen Landeshauptstadt ist das Monatsticket mit 55,20 Euro das billigste unter den 21 vom ADAC untersuchten Städten. Die Hamburger dagegen müss en mit 109,20 Euro am meisten ausgeben. Durchschnittlich kostet eine Monatskarte in den Städten ab 300.000 Einwohnern 77,50 Euro.

          Auch bei Wochenkarten sind die Preisunterschiede deutlich. Hier kommen wieder die Münchner mit 15,40 Euro am günstigsten weg, während Berliner mit 30 Euro rund doppelt so viel für ein Wochenticket zahlen müssen. Die Preise gelten jeweils für Fahrten im Stadtgebiet.

          Aber sind die Konditionen überhaupt vergleichbar? So ist das Stadtgebiet in den teuren Städten Berlin und Hamburg größer als im günstigeren München. Auch fahren Busse und Bahnen nicht in allen Städten im gleich dichten Takt. Solche Unterschiede dürften allerdings kaum der einzige Grund für das Preisgefälle sein. Zudem nutzt es den in Hamburger wohnenden und arbeitenden Pendlern wenig, dass sie mit ihrem teuren Ticket auch weit über die Stadtgrenzen hinausfahren dürfen, da der Preis derselbe bleibt.

          Die Monatskarten unterscheiden sich nicht nur beim Preis. So lässt sich die Karte in Bielefeld, Bremen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen und Wuppertal nur für ganze Kalendermonate lösen. In den anderen Städten sind Pendler flexibler, weil das Monatsticket dort ab dem Tag der ersten Nutzung gilt.

          Auch für spontane Fahrten mit Einzeltickets ist das Preisgefälle zwischen den Städten hoch. Das günstigste Einzelticket gibt es laut ADAC in Mannheim, es kostet 1,80 Euro. In Nürnberg dagegen liegt der Preis bei 3,20 Euro.

          Für Fahrräder müssen Pendler oft extra zahlen

          Deutlich teurer wird die Fahrt mit Bus und Bahn oft, wenn ein Fahrrad mitgenommen wird. In den Verkehrsverbünden von Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen und Wuppertal kostet es 3,60 Euro extra pro Fahrt, wenn ein Fahrrad dabei ist. Ausnahmen sind Frankfurt, Hamburg und Hannover, wo die Fahrradmitnahme kostenlos ist.

          Verglichen mit dem Kauf eines Autos sind die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr allerdings gering. So kostet ein einfaches Modell des VW-Golf laut Autokostentabelle des ADAC 563 Euro pro Monat, also rund fünfmal so viel wie die teure Hamburger Monatskarte.

          Nicht nur berufstätige Autofahrer genießen Steuervorteile in Form der Pendlerpauschale. Denn ab 2019 sind vom Arbeitgeber gezahlte Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr von der Steuer befreit. Solche Jobtickets lassen sich sowohl für den Arbeitsweg nutzen als auch in der Freizeit.

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