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Nur noch Zeit bis Ende Mai : Wissenswertes zur Steuererklärung

  • -Aktualisiert am

Es kommt der Mai – die Steuererklärung steht wieder an. Bild: dpa

Die Zeit läuft ab: Wer eine Steuererklärung abgeben muss, sollte sich langsam sputen. Aber wer muss seine Unterlagen überhaupt ans Finanzamt schicken? Und welche Ausnahmen gibt es? Wir geben einen Überblick.

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          Es ist wieder soweit. Ostern ist vorbei und damit nähert sich auch wieder ein alljährlicher Termin, der viele Menschen Nerven und Zeit kostet: Die Abgabe der Steuererklärung für das vorausgegangene Jahr. Für das Jahr 2017 muss die Steuererklärung offiziell bis zum 31. Mai 2018 abgegeben werden.

          Wer muss aber eigentlich eine Steuererklärung abgeben? In Deutschland muss jeder Arbeitnehmer unter anderem dann eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft: Man war im Steuerjahr 2017 bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig beschäftigt. Oder es gab sogenannte unversteuerte Einkünfte über 410 Euro aus Renten oder Mieten wie auch Honoraren. Ebenso ist eine Erklärung abzugeben, wenn auf der Lohnsteuerkarte ein Freibetrag eingetragen war und der Arbeitslohn mehr als 11.000 Euro beziehungsweise gemeinsam mit dem Ehegatten mehr als 20.900 Euro im Jahr betrug.

          Wer Lohnersatzleistungen erhält muss abgeben

          Ein weiterer Abgabegrund ist, wenn man mit dem berufstätigen Ehepartner zusammen veranlagt ist und einer von beiden nach Steuerklasse V oder VI besteuert wurde oder beide für die Steuerklassenkombination IV/IV das sogenannte Faktor-Verfahren gewählt haben. Um eine Abgabe der Steuererklärung kommen zudem Eltern, Kurzarbeiter oder Arbeitslose nicht umhin. Denn sie haben normalerweise Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro wie Elterngeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld bezogen.

          Die besagte Frist zum 31. Mai 2018 gilt aber nicht für jeden. Wer eine Steuererklärung für das Jahr 2017 abzugeben hat und plant, diese selbst anzufertigen, für den gilt das Abgabedatum. Wer aber einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein für seine Daten hinzuzieht, hat normalerweise Zeit mit der Abgabe bis zum 31. Dezember 2018. Das gilt für Angestellte wie auch für Selbständige. In einigen Bundesländern gewähren die Finanzämter für Privatpersonen, die die Erklärung alleine machen, sogar eine automatische Fristverlängerung bis 31. Juli 2018, wenn die Erklärungen elektronisch ans Finanzamt ermittelt werden.

          Neu ab diesem Jahr ist, dass für die Steuererklärung 2017 im Regelfall keine Belege mehr an das Finanzamt geschickt werden müssen. Das bedeutet aber keineswegs, dass die Belege nicht vorhanden sein müssen. Denn fordert das Finanzamt die Nachweise ausdrücklich an, müssen sie vorgelegt werden. Dazu gehören Handwerkerrechnungen, Kontoauszüge und Nachweise zu haushaltsnahen Dienstleistungen.

          Ab dem kommenden Jahr haben Steuerpflichtige etwas mehr Zeit, Belege zu sammeln und Daten abzugeben. Die Steuererklärung 2018 unterliegt einer verlängerten Frist. jeder hat dann Zeit bis zum 31. Juli 2019. Steuerpflichtige, die nicht zur Abgabe verpflichtet sind (etwa regelmäßige Arbeitnehmer ohne Nebeneinkünfte), können ihre Steuererklärung freiwillig noch bis zu vier Jahre nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres abgeben.

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