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65 Millionen Dollar Strafe : Neobroker Robinhood kämpft um sein Image

Das Logo der Trading-App Robinhood Bild: AP

Der Onlinebroker wächst rasant. Doch technische Probleme und ein Suizid überschatten den Erfolg. Nun kommt auch noch eine deftige Strafe hinzu.

          2 Min.

          Robinhood, das ist der Bogenschütze aus dem Sherwood Forest, der den Reichen das Geld abnimmt und an die Armen verteilt. Robinhood ist aber auch der Name eines der erfolgreichsten Fintechs der Welt. Die gleichnamige Trading-App wird von mehr als 13 Millionen Privatanlegern in Amerika genutzt – allein drei Millionen sind in diesem Jahr hinzugekommen. Und sie bietet den kostenfreien Handel an. Zumindest vordergründig. Denn die wahren Kosten hat der Broker seinen Kunden verschwiegen. Dazu kommt die amerikanische Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission).

          Antonia Mannweiler
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Weil Robinhood Kunden seine Haupteinnahmequelle zwischen 2015 und 2018 verschwiegen hat, muss das Unternehmen nun eine Strafe von 65 Millionen Dollar zahlen. In dieser Zeit leitete Robinhood Kundenorders, auch „Order Flows“ genannt, an Broker-Unternehmen weiter, die die eigentlichen Handelsaufträge ausführten. Dafür erhielt das Fintech Zahlungen von den Brokern. Das ist eine gängige, aber nicht unkontroverse Praxis in den Vereinigten Staaten.

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