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200 Jahre Frankfurter Börse : Wie Anleger von Beethoven lernen können

Von 1843 an hatte die Frankfurter Börse endlich ein eigenes Dach über dem Kopf: Die alte Börse am Paulsplatz. Bild: Archiv

Warm sind die Deutschen mit ihrer Frankfurter Börse nie geworden, obwohl ein von ihnen vergöttertes Genie einer der ersten Aktionäre war. Die lange Geschichte steckt voller Missverständnisse – und voller Überraschungen.

          3 Min.

          Wir haben ja derzeit Beethoven-Jahr. 250 Jahre wäre der große Komponist im Dezember alt geworden. Er ist damit älter als der Aktienhandel in Frankfurt. Und so kommt es, dass er einer der ersten Aktionäre einer Aktiengesellschaft aus dem deutschsprachigen Raum wurde. Neun Aktien, so berichtete es am Mittwochmorgen in Frankfurt Robert Holzmann, der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, habe Ludwig van Beethoven damals gekauft.

          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das klingt wenig, habe aber umgerechnet heute mehr als 80.000 Euro entsprochen. Und Beethoven war offenbar kein Zocker. Er habe sie bis zu seinem Tode behalten und seinem Neffen vererbt. Ein überraschend großes Vermögen war das, wie Historiker berichten. Der Künstler selbst hatte zu Lebzeiten häufig über seine missliche finanzielle Lage geklagt.

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