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WM-Korruptionsskandal : Fifa-Beobachter: Entscheidung über Qatar dauert noch Jahre

  • Aktualisiert am

Fifa-Präsident Sepp Blatter und Scheich Mohammed bin Chalifa Al Thani Bild: dpa

Trotz des Korruptionsskandals um die Vergabe der Fußball-WM nach Qatar erwartet der frühere Ethik-Berater der Fifa nicht, dass der Verband schnell darüber entscheidet, Qatar die WM wieder zu entziehen.

          Nach den jüngsten Berichten über mögliche Bestechungsgelder bei der Vergabe der Fußball-WM nach Qatar gerät die Fifa weiter unter Druck.
          Der ehemalige Ethik-Berater der Fifa und Strafrechtsprofessor Mark Pieth sagte der „Financial Times“, es könnte sich bei den aktuellen Anschuldigungen um den endgültigen Beweis handeln, dass die Vergabe unfair ablief. Der Skandal „könnte Schockwellen durch die Fifa senden“, sagte er der Zeitung.

          Allerdings rechne er nicht damit, dass die Fifa bald entscheide, die Vergabe an Qatar rückgängig zu machen. Das Verfahren könnte bis zu drei Jahre dauern. Angesichts der bereits begonnen Bautätigkeiten wären mögliche Schadensersatzklagen enorm.

          Pieth hatte zwischen 2011 und  2013 den Weltverband in dessen eigenem Auftrag auf Korruption untersucht und Reformen vorgeschlagen. Die Funktionäre übernahmen jedoch nur wenige seiner Ideen. Gegenüber der Financial Times sagte Pieth, die Fifa brauche eine grundlegend neue Kultur. „Für Blatter ist das Glas bereits zu dreiviertel voll, aber da sind wir noch nicht. Es ist nur halb voll“, sagte Pieth.

          Auch innerhalb der Fifa werden Reformen verlangt. Der Finanzaufseher der Fifa, Domenico Scala, forderte gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg strengere Regeln für die Mitglieder des Exekutiv-Komitees, dem Präsident Sepp Blatter vorsitzt. „Das größte Korruptionsrisiko innerhalb des Verbandes ist das Exekutiv-Komitee“, sagte Scala.

          Zwar habe man bereits die Macht des Gremiums eingeschränkt, die Reformen gingen jedoch nicht weit genug. Scala regt eine Begrenzung der Amtszeit für die Mitglieder des Gremiums an. Nur so könne die Gefälligkeitskultur der Funktionäre, die den Sport Jahrzehnte beherrscht habe, beendet werden. Über eine solche Maßnahme, möchte die Fifa kommende Woche beraten.

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