Zwischen Dom und Römer :
Wie alt kann Aktuelles sein?

Lesezeit: 4 Min.
Frankfurter Postkartenidylle: Das Dom-Römer-Areal in den späten siebziger Jahren. Rechts das Technische Rathaus, das der neuen Altstadt weichen musste.
Nächste Woche wird die neue Frankfurter Altstadt eröffnet. Das Deutsche Architekturmuseum zeigt, dass das Gelände zwischen Dom und Römer schon lange ein Kampfplatz der Ideologien ist.

Im Nachhinein muss man sagen, war es ein genialer Einfall. Das Flurstück mit der Nummer 199/41 wurde mit nur einem Bauvorhaben neu gestaltet: „Umbau Tiefgarage und Neubau eines Gebäudes mit Wohn- und Geschäftsnutzung, Museum, Schank- und Speisewirtschaft, Beherbergungs-, Verkaufs- und Versammlungsstätten“. Dieses vermeintliche Multifunktionsgebäude ist nichts anderes als die neue Frankfurter Altstadt, mit siebentausend Quadratmetern so groß wie das Technische Rathaus, das weichen musste, um der „schöpferischen Rekonstruktion“ Platz zu machen. Eine gute Idee war es auch, Schneider und Schumacher Architekten die Baudurchführung für diesen sehr speziellen Auftrag anzuvertrauen, ein Hoch auf die Praktiker, das die von Philipp Sturm mit Moritz Röger kuratierte Ausstellung „Die immer neue Altstadt“ zurecht anstimmt.

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