Zum Tod von Ulrich Beck : Der Freihandsegler der Theorie
Von Jürgen Kaube
Lesezeit: 3 Min.
Im Leben Ulrich Becks änderte sich alles aufgrund einer Koinzidenz. Im Jahr 1986 veröffentlichte der damals in Bamberg lehrende Soziologe sein Buch über „Die Risikogesellschaft“. Es war als eine Revision des linken Denkens gemeint. Die moderne Gesellschaft erschien bei Beck nicht mehr als eine vom „Klassengegensatz“ samt angeschlossenem Konflikt und also durch die Stellung von Personen in der wirtschaftlichen Produktion geprägte. Ökologische, technische und biographische Risiken seien nicht einfach durch Umverteilung oder staatliche Verwaltung in den Griff zu bekommen. Not, so eine der plakativsten Formulierungen des Buches, folge der Unterscheidung von oben und unten, Smog hingegen sei demokratisch.
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