Richard Leakey gestorben :
Ein überzeugter Afrikaner

Lesezeit: 3 Min.
Aufrecht: Richard Leakey 1985 mit Schädeln des Homo erectus
Er fand den Schädel einer der frühesten Arten der menschlichen Gattung: Zum Tod des kenianischen Paläoanthropologen und Naturschützers Richard Leakey.

Im Jahr 1951 stand ein Sechsjähriger auf einem Geröllfeld im Westen Kenias und fiel seinen Eltern auf die Nerven. Die Familie war hier nicht in den Ferien. Die Eltern – Louis und Mary Leakey – waren Paläontologen und suchten in den erodierenden Sedimentschichten des ostafrikanischen Grabenbruchs nach fossilen Resten früher Menschenformen. Ihre Arbeit legte in Teilen die Grundlage für unser heutiges Wissen über den Ursprung der Gattung Mensch in Afrika. Doch ihr kleiner Sohn Richard langweilte sich. Nach wiederholtem Gequengel, erinnerte er sich später, habe sein Vater die Geduld verloren. „Geh, und finde selbst einen Knochen!“ habe er ihm zugerufen. Genau das tat Richard Leakey dann auch und fand den Kiefer einer ausgestorbenen Schweineart.

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