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Granta-Liste veröffentlicht : Die besten englischen Jungautoren

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Zusammen mit Adam Thirwell war sie auch schon vor zehn Jahren auf der Liste: Zadie Smith Bild: AP

Die Zeitschrift „Granta“ gibt alle zehn Jahre eine Liste mit den besten englischen Jungautoren heraus. Gerade ist die vierte Ausgabe mit den neusten Nennungen erschienen.

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          Im Jahr 1983 hat die literarische Zeitschrift „Granta“ erstmals eine Liste der zwanzig besten jungen britischen Autoren unter vierzig erstellt, die wegen der vielen inzwischen etablierten Namen Literaturgeschichte gemacht hat. Neben einigen Namen, die längst vergessen sind, pries die Auswahl damals Autoren wie Salman Rushdie, Julian Barnes, Martin Amis, Ian McEwan, Kazuo Ishiguro und William Boyd. Seitdem hat „Granta“ die Übung alle zehn Jahre wiederholt, und nun ist die Zeitschrift bei der vierten Liste angelangt. Darin spiegelt sich, wie sehr Großbritannien sich über diesen Zeitraum verändert hat.

          Gina Thomas
          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Frappierender als die hohe Zahl der Frauen - zwölf von zwanzig - ist die internationale Herkunft der Schriftsteller. Sie stammen aus Ländern, die von Kanada, den Vereinigten Staaten und Australien über Somalia, Nigeria, Bangladesch und Pakistan bis in ein chinesisches Fischerdorf reichen, wo Xialuo Guo in einer Welt ohne Bücher aufwuchs. Für Kamila Shamsie, die aus Pakistan stammende Autorin von „Glühende Schatten“ haben die Juroren, zu denen auch die auf zwei früheren Listen geführte Schottin A. L. Kennedy zählt, eine Ausnahme gemacht: Sie wartet noch auf ihren britischen Pass.

          Auch er hat einen Platz auf der aktuellen vierten Ausgabe der Liste: Benjamin Markovits
          Auch er hat einen Platz auf der aktuellen vierten Ausgabe der Liste: Benjamin Markovits : Bild: Jerry Bauer / Insel Verlag

          Die Auswahl umfasst nur zwei Namen, die schon vor zehn Jahren dabei waren: Zadie Smith und Adam Thirwell. Der ehemalige Basketballspieler Benjamin Markovits, Autor von „Symes Entdeckung“ und „Manhatten Love Story“, ist mit von der Partie, ebenso die Somalierin Nadifa Mohameed, die hochgefeierte Taiye Selasi, deren Debütroman „Diese Dinge geschehen nicht einfach so“ gerade auf Deutsch erschienen ist, und Sunjeev Sahota, ein Enkel von Einwanderern aus dem Punjab, der noch nie einen Roman gelesen hatte, bis er als Achtzehnjähriger am Flughafen Salman Rushdies „Mitternachtskinder“ kaufte.

          2011 schrieb Sunjeev Sahota sein Debüt mit einem Roman über einen jungen britisch-pakistanischen Selbstmordattentäter. Die Treffsicherheit scheint allerdings über die Jahrzehnte nachgelassen zu haben. An der jetzigen Auswahl wird vor allem das Fehlen von Jon McGregor bemängelt, der im vergangenen Jahr für „Als letztes die Hunde“ den in Dublin verliehenen Impac-Preis erhielt.

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