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Immobilien von Aldi und Lidl : Wohnen im Supermarktregal

Aldi will jetzt auch günstigen Wohnraum ins Sortiment aufnehmen: Leider sehen die ersten Entwürfe ein bisschen sehr nach dem Sparstil von Rabatthausen aus. Bild: EPA

Die Discounter Aldi und Lidl werden dafür gefeiert, dass sie auf ihren Supermärkten günstige Wohnriegel errichten wollen. Aber ist das schon die Lösung für die Probleme der Stadt?

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          In deutschen Städten wird viel gebaut. Wenn man an den Rohbauten in Hamburg, Frankfurt, München und Berlin vorbeifährt, sieht es auf den ersten Blick so aus, als entständen hier durchweg günstige Wohnungen – die Decken sind niedrig, Grundrisse und Bauweise standardisiert, wie man es aus dem kostengedeckelten sozialen Wohnungsbau kennt.

          Niklas Maak

          Redakteur im Feuilleton.

          Nur die Schilder vor den Baustellen verraten, dass es sich keineswegs um Billigwohnraum handelt, sondern dass hier bald der Luxuskosmetiker kommt und die Betonregale verkaufsfördernd mit Palastlametta und Altbauschminke überziehen wird: Was aussieht wie ein besserer Plattenbau, wird, mit Sprossenfenstern und Rustizierungen zur „Soundso-Residenz“, „Irgendwas-Suite“ oder zu „Whatever-Terrassen“ aufgemotzt, Rekordpreise einfahren, wie sie sonst allenfalls in Manhattan üblich sind – weswegen die Entwickler ihre Häuser vorsichtshalber gleich so nennen, als stünden sie dort und nicht hier, nämlich „Upper East Side“ oder „The Charleston“.

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