Wiederaufbau in Japan :
Das Beste ist Helfen an Ort und Stelle

Von Oliver G. Hamm
Lesezeit: 4 Min.
Mit Wellen von bis zu 38 Meter Höhe verwüstete 2011 ein Tsunami Japans Ostküste. Der schleppende Wiederaufbau aber übersieht regionale Sonderfälle und die Anliegen der Bevölkerung
Nach dem Tsunami 2011 beschreiten Japans Architekten neue Wege der Zusammenarbeit mit den Betroffenen. Die Berliner Architekturgalerie Aedes präsentiert den Wiederaufbau an der japanischen Ostküste.

Die Sanriku-Küste im Osten Japans wurde oft von Tsunamis verheert. Doch auch nach den gewaltigsten Zerstörungen, wie 1611, 1896, 1933 und 1960, setzte die von Fischfang und Landwirtschaft, seit dem 20. Jahrhundert auch von der Industrie lebende Bevölkerung alles daran, die dünn besiedelten Regionen wiederaufzubauen. Am 11. März 2011 verwüsteten das Tohoku-Erdbeben und der folgende Tsunami fünfhundert Kilometer Küste. Etwa 38 Meter hohe Wellen drangen bis zu elf Kilometern ins Landesinnere vor, rissen Dörfer und Stadtviertel mit sich. Sechzehntausend Menschen starben, 2654 Personen sind bis heute vermisst. Mehr als 126 000 Gebäude wurden vollständig zerstört, etwa eine Million ramponiert. Der Gesamtschaden beträgt umgerechnet 180 Milliarden Euro.

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