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Pandemie und Kriminalität : Wie Mafia-Clans die Krise nutzen

  • -Aktualisiert am

2019 gab es auf Malta Demonstrationen nach dem Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia, bei dem auch die Politik verwickelt sein soll. Bild: dpa

Die Vergangenheit zeigt: In jeder Epidemie haben kriminelle Organisationen triumphiert. Auch im Schatten der Corona-Krise erblüht die Mafia. Kann Europa sich vor ihren Machenschaften schützen?

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          Der Ausnahmezustand ist die beste Voraussetzung für Geschäfte, die schnell gehen und im Halbdunkel abgewickelt werden müssen. Europa erkennt, dass es spät dran ist bei dem Versuch, die zweite Corona-Welle in den Griff zu bekommen. Allerdings ist es eigentlich keine zweite Welle, sondern immer noch die erste, deren Angriff auf die Welt noch längst nicht ans Ende gekommen ist.

          Europa hat keinen Plan, wie die durch die Pandemie verursachte Geldwäsche und der Wucher gestoppt werden könnten (Amerika gibt da auch kein besseres Bild ab). Die Mafia-Clans nutzen die Krise, um ihr schmutziges Geld schneller bewegen zu können, denn es gibt weniger Kontrollen. Maßnahmen gegen Geldwäsche, das ist bekannt, funktionieren am besten, wenn die Länder wirtschaftlich gut dastehen. Aber wenn die Mittel fehlen und der Konsum einbricht, brauchen alle Geld, und viele wollen dann gar nicht so genau wissen, woher es kommt. Wenn es kaum Brot gibt, fragt kaum einer, aus welcher Backstube es stammt: Die Mafia-Clans nutzen die alte Regel zu ihrem Vorteil. Daher ist die Auffassung, die Mafia sei ein rein italienisches Problem, so fehlgeleitet wie die Annahme, das Virus sei ein lokales Phänomen.

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