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Generation Greta am Herd: Lea Elci mit ihrem Vater Koral Elci

Der Geschmack ist ihr wichtigster Verbündeter

Generation Greta am Herd: Lea Elci mit ihrem Vater Koral Elci Foto: Seren Dal / Brandstätter Verlag

Kochende Klimaaktivisten werben für eine neue Küche, die viel weniger wegwirft, Reste kreativer einsetzt – und durch sehr bewusste Einkäufe für eine bessere Umwelt und viel größeren Genuss sorgt.

15. Juli 2021
Text: JESSICA JUNGBAUER

Brot vom Vortag? Gut für eine Brotsuppe mit Croûtons. Verschrumpelte Karotten aus dem Kühlschrank? Werden im Ofen zu köstlichem Schmorgemüse. Das Kichererbsenwasser aus der Dose? Mit Zartbitterschokolade entsteht daraus eine Mousse au Chocolat: Nicht nur aktuelle Kochbücher wie „Restlos glücklich“ oder „Umessen“ werben für eine nachhaltige Küche, die gegen die Klimakrise ankämpft. Die Idee: mit Genuss raus aus der Ökoecke, rein ins Lifestyle-Ressort.

Eine Geschichte aus der aktuellen Ausgabe des Magazins der F.A.Z. „Frankfurter Allgemeine Quarterly“

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Gerösteter Blumenkohl mit Sesamsauce aus dem Kochbuch „Umessen“
Gerösteter Blumenkohl mit Sesamsauce aus dem Kochbuch „Umessen“ Foto: Seren Dal / Brandstätter Verlag

Die große Nachfrage nach Lebensmitteln weltweit belastet die Umwelt: Laut Vereinten Nationen ist die globale Landwirtschaft für knapp ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich, vorwiegend durch industrielle Landwirtschaft und Tierhaltung. Außerdem landet immer mehr produziertes Essen im Müll. Die weltweite Lebensmittelverschwendung ist – als eigener Faktor betrachtet – der drittgrößte Emissionsverursacher nach China und den USA. Klimafreundliche Ernährung könnte daher heißen: weniger tierische Produkte essen – und weniger wegwerfen. Zeit, Kochen neu zu denken.

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