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Synagoge am Fraenkelufer : Ein leuchtendes Beispiel

  • -Aktualisiert am

Simulation der Synagoge Bild: D/Form Gesellschaft für Architektur+Städtebau

In Berlin soll erstmals nach 1945 eine Synagoge vollständig wiederaufgebaut werden. Wie soll das aussehen? Und besteht überhaupt Bedarf?

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          Die sieben blau-weißen Säulen der Synagoge am Fraenkelufer sind schon vom Kottbusser Damm aus zu sehen. Das Gebäude fällt auf im belebten Kiez in Kreuzberg, wo an diesem Nachmittag der beginnende Frühling die Menschen in die Cafés nach draußen lockt. Zahlreiche Kameras sind auf den von Mauern und Zäunen umgebenen Platz gerichtet. Die Synagoge wird rund um die Uhr bewacht.

          Früher stand hier das neoklassizistische Hauptgebäude der Synagoge, ein Entwurf des jüdischen Architekten Alexander Beer. Im Jahr 1916 wurde sie als orthodoxes Gotteshaus ohne Orgel eingeweiht, das Nebengebäude als Religionsschule, Kindergarten und Jugendfürsorgestelle genutzt. In der Weimarer Republik, so erzählen es die Historikerinnen Daniela Gauding und Christine Zahn, war die Synagoge der Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens. Die Nationalsozialisten setzten sie in der Pogromnacht in Brand, das Gebäude blieb stehen, doch der beschädigte Innenraum konnte nicht mehr für den Gottesdienst genutzt werden. Bombenangriffe beschädigten die Synagoge 1944 abermals stark. Fünfzehn Jahre später wurde ihre Ruine abgerissen.

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