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Hauptstadt-Flughafen BER : Eine perfekt konzipierte Maschine

  • -Aktualisiert am

Der Flughafen soll das charakteristische Tor zu Brandenburg und Berlin darstellen. Bild: Marcus Bredt/gmp Architekten

Jetzt ist Berlins neuer Flughafen fertig. Wie er funktioniert, wird sich zeigen müssen. Aber die Architektur ist überraschend gut. Eine erste Besichtigung.

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          „Nicht vergessen! Bald eröffnet der Flughafen Berlin Brandenburg“, war auf der Einladung zum 24. Mai 2012 zu lesen. Doch die Gäste, darunter die Bundeskanzlerin, mussten kurzfristig wieder ausgeladen werden. Leider funktionierte die eine oder andere Sicherheitsinstallation noch nicht so recht, dazu kamen weitere Pannen, Undurchsichtigkeiten und Absurditäten, was die eine oder andere Milliarde an Zusatzkosten und das eine oder andere Jahr an Verzögerungen verursachte und den Ruf von „German Engineering“, der unter dem Schummeldiesel, dem Stuttgarter Bahnhofsloch und der Baustelle der Elbphilharmonie ohnehin schon arg gelitten hatte, heftig beschädigte.

          Unfassbare achteinhalb Jahre später geht der BER, so der offizielle IATA-Code, endlich ans Netz und die Verantwortlichen sind nicht unglücklich, dass der Betrieb coronabedingt nur langsam anläuft. Als der versprochene „modernste Flughafen Europas“ springt der Bau weder optisch noch von der Baugeschichte her ins Auge – doch er ist es wirklich. Es stimmt, dass in China oder Istanbul weit größere Airports in vier Jahren aus der Erde gestampft wurden, aber die Ergebnisse sind mit dem BER nicht zu vergleichen. Bei allem Spott: Berlins neuer Flughafen ist eine perfekt konzipierte, perfekt konstruierte Maschine.

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