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Weltkulturerbe : Paris im Banne Afghanistans

  • Aktualisiert am

Hamid Karzai im Musée Guimet Bild: AP

Paris ist wie elektrisiert vom kulturellen Glanz Afghanistans, meldet „Le Monde“.

          Ein Blick nach Frankreich: Paris ist wie elektrisiert vom Besuch des afghanischen Regierungschefs Hamid Karzai, zumal die Visite Karzais, der fünf Minister mitbringt, nicht nur politisch bedeutend ist, sondern auch mit kulturellem Glanz einhergeht. Denn Karzai hat im Musée Guimet zugleich eine wichtige Ausstellung mit Werken afghanischer Kunst eröffnet - darunter Werke aus dem Kabul-Museum, die vor der Zerstörung gerettet wurden.

          "Le Monde" erinnert an die Rolle, die der zuständige Konservator des Musée Guimet bei den Protesten gegen die Zerstörungen der Buddhas von Bamyan gespielt hatte. Gemeinsam mit der Fondation La Caixa hatte Museumskonsverator Pierre Cambon damals die Weltgemeinschaft auf die Zerstörungen von Kulturerbe in Afghanistan hingewiesen.

          Die jetzige Ausstellung präsentiere Afghanistan nicht als Durchgangsstation der Kulturen, sondern als Kreuzungspunkt der Zivilisationen. In diesem Sinne habe Cambon bekannte Stücke neu angeordnet und ihnen eine beeindruckende Zahl von Kunstwerken hinzugesellt.

          Als eines der Hauptwerke nennt die Zeitung einen Kopf aus einem einzigen Marmorstück, der das eindrucksvolle Zeugnis des ost-westlichen Synkretismus' darstellt, für den die afghanische Ghandara-Kunst so bekannt ist. Der Schweizer Sammler George Ortiz hat ihn in Peshawar gekauft. Viele sehen in ihm eine Darstellung des Prinzen Siddharta.

          Aus vielen Kunstwerke spricht die Präsenz Alexanders des Großen in der Region, schreibt "Le Monde". Auch wenn das für die heutigen Probleme Afghanistans keine große Rolle spielt, es bildet das gemeinsame kulturelle Erbe, das die Bewohner des zerrissenen Landes sich vielleicht eines Tages wieder gemeinsam bewundern werden.

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