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Weihnachten im Lockdown : Die eigentlich Beschenkten

Das geht noch: Sozial distanzierter Weihnachtsspaziergang auf dem illuminierten Luisenplatz in Wiesbaden Bild: Frank Röth

Weihnachten war als Fest seit jeher umstritten und belastet. Muss man sich im Lockdown Sorgen um seinen Fortbestand machen?

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          Noch selten ist so viel über Weihnachten gesprochen worden. Weil es in diesem Jahr unter so vielen Restriktionen stattfinden soll. Das „härteste Weihnachten seit Jahrzehnten“ wurde angekündigt. In Bayern werden viele Weihnachtsfeiern um 21 Uhr enden, weil danach alle, die nicht über Nacht bleiben, wieder zurück in ihren Wohnungen sein müssen. Die nächtlichen Christmetten sind dort abgesagt. „Gott ist größer als aller Schrecken“, teilt hingegen der Präses der rheinischen Landeskirche mit, ohne allerdings zu sagen, ab welcher Inzidenzzahl genau Gott um wie viel größer ist.

          Das „alles gut“ nach Abschluss einer Schöpfung, in der es Viren gibt, verlangt jedenfalls Erklärungen. Aber ob sie uns in Weihnachtsgottesdiensten wohl gegeben werden, die alle katholischen Bischöfe Nordrhein-Westfalens feiern lassen wollen? Das Recht der Pandemie-Verordnungen haben sie auf ihrer Seite. In Hessen ist wie andernorts gemeinsames Singen nicht gestattet, die Ausgangssperre beginnt dort am Heiligabend erst um Mitternacht, an den Tagen danach eine Stunde später als in Bayern. Der Papst in Rom wiederum hält seine Christmette zwei Stunden früher.

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