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„Die letzte Instanz“ : Was Gottschalk sagt

Er verhehlt nicht, dass er manchmal abliest, und nimmt trotzdem kein Blatt vor den Mund: Thomas Gottschalk. Bild: obs

Auch Thomas Gottschalk hat sich in der WDR-Talkshow „Die letzte Instanz“ einigermaßen unbedacht geäußert. Aber seine Kritik der Sprachpolitik hat einen bedenkenswerten Kern.

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          Wie es seine Art ist, leitete Thomas Gottschalk seinen Beitrag mit einem selbstironischen Bekenntnis ein: „Ich bin ja einer, der seine Karriere darauf begründet hat, dass er erst geredet und dann gedacht hat.“ Diskutiert wurde in der WDR-Talkshow „Die letzte Instanz“ darüber, wie es zu bewerten ist, dass die Zigeunersoße nicht mehr so heißen soll. Leider ließ Gottschalk die Selbstironie in Selbstgefälligkeit kippen: „Heute denke ich, und dann sage ich am besten nichts mehr.“

          Die billige Pointe wies dem Gespräch eine ungute Richtung. Als evident stellte der heisere Siebzigjährige hin, worüber angeblich erst noch gestritten werden sollte: dass man heute nichts mehr sagen könne, ohne maßlose Widerrede fürchten zu müssen. Gottschalk sagte dann naturgemäß doch noch recht viel. Und bei einem Satz konnte man erleben, wie er sich unterbrach und nach Worten suchte, um vorsichtshalber doch erst zu denken und dann zu reden, obwohl er schon begonnen hatte.

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