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Forderungen der Hohenzollern : Die Selbstversenkung

  • -Aktualisiert am

Bild: babiradpicture - abp

Der Prinz von Preußen fordert Werke, Wohnrecht, ein Museum. Was vordergründig wie ein Streit um Ohrensessel aussieht, ist ein Ringen um Deutungshoheit. Wurden die Hohenzollern missbraucht? Ein Gastbeitrag.

          7 Min.

          Eine berühmte Karikatur im „Simplicissimus“ zeigt einen deklamierenden Wilhelm II., der sich im Kreis seiner Getreuen um Kopf und Kragen redet. Der mittlere Teil der Bildserie heißt „Die brenzlige Stelle“: Verlegen fassen sich die anwesenden Generale an ihre Bärte und schauen in die Luft. Am Ende der Rede wird ein dreifaches Hurra ausgerufen – Erleichterung, denn vorerst wird der Monarch nicht noch mehr sagen.

          In einer Studie mit dem Titel „Der Monarch im Skandal“ hat Martin Kohlrausch analysiert, wie die Stellung des Herrschers von einer kritischen Öffentlichkeit zunehmend umzingelt und in einer Reihe von Skandalen porös wurde, bevor sie im November 1918 zerbrach. Der Versuch, die Kaiserfigur zu modernisieren und der Medien-Moderne anzupassen, erwies sich bereits im frühen zwanzigsten Jahrhundert als schwierig.

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