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Auf dass das Land politisch hinter ihr stehen möge: Königin Elizabeth 2015 bei der Parlamentseröffnung Bild: REUTERS

Zukunft der Adelsherrschaft : Warum die britische Öffentlichkeit an der Monarchie festhält

  • -Aktualisiert am

Der Zusammenhalt Großbritanniens steht immer auf dem Spiel: Angesichts der Regierung von Boris Johnson erscheint das Königshaus wie ein dringend nötiger Rettungsanker. Ein Gastbeitrag.

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          Über die Jahre besehen, ist die Bilanz der britischen Monarchie in Sachen sexuelle Treue wechselhaft – um es einmal freundlich auszudrücken. Drei der vier letzten Princes of Wales waren berüchtigt für ihre Mätressen, und dem vierten, dem späteren Georg V., fiel der Titel nur deshalb zu, weil sein älterer Bruder, der Duke of Clarence, 1892 starb, nachdem dessen angebliche Verwicklung in einen Skandal um ein homosexuelles Bordell ans Licht der Öffentlichkeit gedrungen war. Ein früherer Duke of Clarence, der spätere Wilhelm IV., hatte Ende des achtzehnten Jahrhunderts nicht weniger als zehn uneheliche Kinder mit der Schauspielerin Dorothea Jordan. Immerhin führte er Reformen durch, als er 1830 auf den Thron kam, anders als Edward VII., der trotz seiner Leibesfülle bis zu seinem Tod im Jahr 1910 „Edward der Fummler“ blieb.

          All das ist wirklich keine Über­raschung. Die Versuchungen sind einfach allzu überwältigend. Walter Bagehot, der denk­würdigste Beobachter der britischen Monarchie, schrieb dazu: „Die ganze Welt und all ihr Glanz, das Attraktivste und Verführerischste darin, wurden noch stets dem jeweiligen Prince of Wales angeboten, und so wird es immer bleiben.“

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