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Massenprotest in Amerika : Die Gewalt des Immergleichen

Proteste zu Ehren von George Floyd am 2. Juni 2020 in Minneapolis, Minnesota. Bild: AFP

Der Protest nach dem Tod von George Floyd scheint gerade deshalb so massiv zu sein, weil es nichts mehr zu erklären gibt und sich dennoch nichts ändert. Kann sich Europa mit einer Zuschauerrolle begnügen?

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          „Jedes Mal beginnt es auf die gleiche Weise, es beginnt nicht gleich, jedes Mal, wenn es beginnt, ist es das Gleiche.“ Claudia Rankine, Citizen

          Verena Lueken

          Redakteurin im Feuilleton.

          Geht alle Gewalt vom Volk aus? Alle Gewalt geht vom Staat aus. Das ist die Richtschnur seines Handelns in den Vereinigten Staaten, wenn es um das Verhältnis des Polizeiapparats und anderer Institutionen zum schwarzen Teil der Bevölkerung geht. Die Gewalt geht vom Staat aus gegen die, die in seinem Schutz stehen sollten. Systematisch, mit Todesfolge wie im Fall von George Floyd am 25. Mai. Diesem mutmaßlichen Mord, mit der Hand in der Hosentasche ausgeübt von Derek Chauvin im Kreis seiner Kollegen, gingen unzählige andere schwarze Tode voraus. In den vergangenen Wochen die Erschießung von Breonna Taylor in Louisville in Kentucky in ihrer eigenen Wohnung bei einem Polizeieinsatz, der nicht ihr galt, und von Tony McDade in Tallahassee in Florida durch die Polizei unter noch ungeklärten Umständen, nur zum Beispiel.

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