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Der Fall Joffe : Joe und Max

Sein „Mandat“ bei der „Zeit“ ruht: Josef Joffe. Bild: picture alliance / dpa

Josef Joffe lässt seine Herausgeberschaft bei der „Zeit“ ruhen. Der Brief, der seiner Karriere ein Ende machte, gewährt einen Einblick in die von Diskretion abgeschirmte Welt der hamburgischen Elite.

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          Hanseaten sind diskret. Sie haben Geheimnisse, die kein Investigativreporter herausfinden kann, weil in der erweiterten Kaufmannswelt die soziale Phantasie auch des findigsten Schnüfflers an ihre Grenzen stößt. Nur zufällig und nebenbei kommt heraus, wie seltsam es zugeht hinter den Mahagonitüren. Und wie kurios von Clubsessel zu Clubsessel geredet wird. So erfahren wir erst jetzt, bei Gelegenheit des unrühmlichen Endes der Karriere von Josef Joffe bei der „Zeit“, dass die Herausgeber der in Ham­burg verlegten Wo­chenzeitung ein „Mandat“ wahrnehmen.

          Im Fall des achtundsiebzigjährigen Joffe „ruht“ dieses nun „bis zum Vertragsende“ im März 2023. Es wird nicht etwa entzogen. Das Herausgeben ist in Hamburg demnach eine Tätigkeit, der man nachgehen kann, ohne etwas zu tun. Die Pressemitteilung aus dem Holtzbrinck-Konzern stellt zugleich unaufdringlich klar, dass das nicht der Normalfall ist. Man hatte ja den Verdacht, die Präsidentin eines sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts oder die Chefredakteurin eines weltberühmten Wochenmagazins, um zwei Kolleginnen Joffes im Herausgeberrat zu erwähnen, seien so gut beschäftigt, dass sie in den Büchern im Helmut-Schmidt-Haus (früher Pressehaus) als Frühstücksdirektorinnen mit symbolischem Anspruch auf einen täglichen Krabbencocktail geführt würden. Aber nur bei Joffe fungieren die Herausgeberbezüge als vorweggenommenes Ruhegeld.

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