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Nein, dies ist keine offizielle Waffenentsorgungsbox. Dies ist ein Kunstprojekt des „Zentrum für politische Schönheit“. Bild: Picture-Alliance

Gastbeitrag zur Bundeswehr : Warum Amnestieboxen eine gute Idee sind

  • -Aktualisiert am

Von den illegalen Munitionslagern bei der Bundeswehr wissen bis zur obersten Führung alle. Sie sind die Lösung, nicht das Problem: Erst die Möglichkeit zur Abweichung von Regeln gibt der Armee eine gewisse „Leichtigkeit“.

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          Die Empörung könnte nicht größer sein. Da lässt der Kommandeur der Spezialkräfte einer Armee Container aufstellen, in denen anonym Munition und Sprengstoff entsorgt werden können, die von Soldaten rechtswidrig gehortet worden sind. Es wird suggeriert, dass rechtsextrem orientierte Soldaten Waffen und Munition aus Bundeswehrbeständen in ihren Gärten verstecken, um einen Aufstand vorzubereiten, und die Führung diesen Soldaten Straffreiheit zusichert, wenn sie nur so nett wären, diese wieder zurückzugeben.

          Dieses Entwenden von Munition und Sprengstoff für private Zwecke und die Lagerung in Privathäusern kommt in Armeen vereinzelt vor und wird in der Regel streng bestraft. Die Soldaten werden nicht nur aus dem Dienst entfernt, sondern auch strafrechtlich verfolgt. Bei der Aufstellung von „Amnestieboxen“ geht es aber um etwas grundlegend Anderes. Sie dienen dazu, die „schwarzen Lager“, die sich an jedem Standort der Bundeswehr bilden, zu reduzieren.

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