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Erstaunliche Leistung: Ein paar Männer in Wehrmachtsuniformen reden miteinander (links: Christian Berkel) - und verbreiten ein weitgehend unbekanntes Motiv in der Welt

„Operation Walküre“ : Der globalisierte 20. Juli

Der 20. Juli ist geschehen, damit von ihm erzählt werden kann. Dank des Films „Operation Walküre“ weiß jetzt auch ein Schüler aus Iowa, dass es einen deutschen Widerstand gegen Hitler gab. Und Hollywood hat noch mehr erreicht: Es ist dem Thema gerecht geworden.
Tom Cruise gibt Stauffenberg eine unheimliche Präsenz

Im Kino: „Operation Walküre“ : Komm in das totgesagte Land

Bryan Singers vieldiskutierter Film „Operation Walküre“ ist als Thriller nahezu perfekt - und als Erzählung von Stauffenbergs Attentat und Staatsstreich eine Provokation. Tom Cruise gibt der Figur Stauffenbergs eine Präsenz, die in Geschichtsbüchern nicht zu haben ist.

Kurioser Fund in Detroit : Wer sie mit Bier versorgte

Flaschenpost: Wie uns eine bei der Renovierung der Michigan Central Station in Detroit hinter einer Wandverzierung gefundene Bierflasche von 1913 zum Rätseln bringt.

Kultur im Fernsehen : Oberhirten

Die Päpste des Kulturfernsehens verlieren an Deutungsmacht, auch wenn sie laut sind. Wie man es richtig macht, zeigt ausgerechnet das Kinderprogramm.

Benin-Bronzen des Metropolitan : Wege der Raubkunst

Das Metropolitan Museum of Art gibt zwei Benin-Bronzen an Nigeria zurück. Von weiteren Stücken, die auch von den Briten 1897 geraubt wurden, ist nicht die Rede. Ob sich das ändert?

Corona, Hunde und Loriot : Hundelatein

Hundehalter sind, möchte man meinen, eine eigene Spezies. Ihre Art fällt in Corona-Zeiten besonders auf. Manche sind zum Fürchten. Was sie und ihre Tiere auszeichnet, wusste schon Loriot.

Plagiatsfall Koppetsch : Nein, wie unoriginell!

Die Soziologin Cornelia Koppetsch hat gerichtlich erzwungen, dass sie Lehrveranstaltungen abhalten darf. Gleichzeitig werden neue Plagiatsvorwürfe bekannt. Man sollte erkennen, dass das Abschreiben bei ihr nicht nur System hat, sondern Methode ist.

Boris Johnsons Empörung : Weniger speziell

Vor dem Besuch des amerikanischen Präsidenten will der britische Premierminister nicht mehr von einer special relationship zwischen beiden Ländern sprechen. Wie hatte Donald Trump seinerzeit das Verhältnis noch genannt?

TV-Sender tauschen Personal : Ja, wo moderieren sie denn?

Pinar Atalay ist jetzt bei RTL. Linda Zervakis moderiert bei Pro Sieben. Dafür geht Esther Sedlaczek zur ARD. Und Matthias Opdenhövel? Der TV-Transferticker läuft heiß.

Kolonialismus-Debatte : Jane Austens Familie auf dem Prüfstand

Welches Verhältnis hatte Jane Austen zum Kolonialismus? Das Jane-Austen-Museum erweitert seine Ausstellung um Hinweise zum Sklavenhandel. Eine Literaturwissenschaftlerin analysiert die politische Einstellung der Familie ganz genau.

Geöffnete Freibäder : Im Massenglück

Individualismus als falsche Fährte der Menschheitsbeglückung: Im Freibad weiß man das Gefühl zu schätzen, endlich wieder einer von vielen sein zu dürfen.

Video-Interview : Regisseur Bryan Singer über „Operation Walküre“

Mit „Operation Walküre“ hat Bryan Singer als erster Hollywood-Regisseur einen Film über den deutschen Widerstand gegen Hitler gedreht. Im Interview mit Andreas Kilb spricht er über die Dreharbeiten, die Aufregung um Tom Cruise und den Bann der Geschichte.

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  • Guido Knopp will die „Operation Walküre” mit einem authentischerem Stauffenberg-Film kontern

    Stauffenberg-Film : Sei stark, sei Erbe mir!

    Nicht mehr lang, dann wird Tom Cruise als Claus Schenk Graf von Stauffenberg über die Kinoleinwand toben. Vorher rüstet Guido Knopp die Zuschauer mit Geschichtskenntnis über den deutschen Widerstandskämpfer aus. Im Gegensatz zum Kino-Epos will er die wahre Geschichte erzählen.
  • Jugendbuch : Sind wir jetzt wieder frei?

    Hunderte von Beteiligten und Mitwissern wurden nach dem 20. Juli 1944 hingerichtet, ihre Angehörigen verhaftet, deren Kinder von ihren Eltern getrennt. Anne C. Voorhoeve erzählt von den überlebenden Mitgliedern der Stauffenberg-Familie.
  • Historischer Thriller : „Valkyrie“-Weltpremiere in New York

    Seit Tagen geistert Tom Cruise durch die Talkshows des amerikanischen Fernsehens, und nun kennt zumindest eine Schar auserwählter Zuschauer auch den Film, um den es schon so viel Aufregung gegeben hat: „Valkyrie“ hatte gestern Abend in New York Weltpremiere.
  • „Die Ereignisse vom 20. Juli 1944 sind ganz nah”: Philipp Freiherr von Boeselager

    Philipp Freiherr von Boeselager : „Ich hätte ihn erschießen können“

    In der Nacht zum 1. Mai starb Philipp von Boeselager. Er war der letzte Überlebende des 20. Juli 1944, einer aus dem innersten Kreis der Hitler-Attentäter. Drei Wochen vor seinem Tod gab er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung noch ein letztes Interview.
  • Stauffenberg-Film : Wir in ihren Augen

    Wer Cruise sieht, wie er Stauffenberg spielt, wie er die Behinderung verinnerlicht, wer die brillanten Dialoge hört, kann eine Wette eingehen: Der Film wird das Bild von Deutschland in der Welt auf Jahrzehnte prägen. Frank Schirrmacher hat Tom Cruise und Regisseur Bryan Singer in Potsdam getroffen.
  • Stauffenberg-Film : Nicht ohne meine Frau

    Stab, Besetzung und eine erste Inspektion am Schauplatz: Andreas Kilb forscht und folgert, was wir über den Stauffenberg-Film mit Tom Cruise, der gerade südlich Berlins gedreht wird, schon wissen können.
  • Absperrbänder vor dem „geheimen” Drehort

    „Valkyrie“-Projekt : Gerüchte um geheime Drehorte

    Das Studio Babelsberg hält die Drehorte zum „Valkyrie“-Projekt noch geheim, aber jeder weiß, wo sie liegen. Denn Absperrungen, Wachpersonal, Bretterkulissen hinter Bäumen sind unübersehbar. Eine Ortsbegehung.
  • Cruise als Graf von Stauffenberg : Die unmögliche Mission

    Darf Tom Cruise, der Sektierer und bedingungslose Gefolgsmann einer dubiosen Geheimorganisation, den deutschen Widerstandshelden Claus Graf Schenk von Stauffenberg spielen? Cruise sei nicht das Problem, meint Frank Schirrmacher.
  • Fördergeld für Tom Cruise

    Filmförderung : Deutsche Millionen für Cruise-Film

    Deutsche Politiker wettern gegen den Plan des Scientology-Anhängers Tom Cruise, Graf von Stauffenberg zu spielen. Die deutsche Filmförderung aber unterstützt das Projekt - mit satten fünf Millionen Euro.
  • Zum heiligen Ort verklärt? Der Bendlerblock

    Tom Cruise und Stauffenberg : Die entsicherte politische Korrektheit

    Scientology ist ein widerlicher Verein und Tom Cruise kein guter Schauspieler. Doch der gefühlte Triumph über die Scientologen, den die Befürworter von Drehverboten feiern, ist eine Niederlage für den Rechtsstaat. Von Heinrich Wefing.
  • Streit über Tom Cruise : Posse peinlichster Art

    Darf Tom Cruise Stauffenberg spielen? Florian Henckel von Donnersmarcks Plädoyer für den Schauspieler wird von einem Kritiker als „verkommen“ geschmäht. Auch andere deutsche Regisseure sprechen sich indes gegen Drehverbote aus.
  • Stauffenberg-Verfilmung : Deutschlands Hoffnung heißt Tom Cruise

    Tom Cruise, der erfolgreichste aller Superstars, will unseren Stauffenberg spielen: Da sollte sich Deutschland glücklich schätzen. Statt dessen gibt es Proteste. Regisseur und Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck über Hollywood und die deutsche Verbotsgeilheit.
  • Kino : Cruise darf nicht bei Berlins Polizei drehen

    Schauspieler Tom Cruise darf für den Hollywood-Thriller „Valkyrie“ nicht bei der Berliner Polizei drehen. Das Polizeipräsidium erteilte der Produktionsfirma für die Dreharbeiten auf dem Polizeigelände eine Absage.
  • Stauffenberg-Bronzekopf in Stuttgart

    Kino : Stauffenbergs Sohn gegen Tom Cruise

    Der Sohn des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg will den Hollywood-Star Tom Cruise nicht in der Rolle seines Vaters sehen: „Er soll seine Finger von meinem Vater lassen“, so Berthold Schenk Graf von Stauffenberg in einem Interview.
  • Hollywood : Schauspielerstreit um Stauffenberg

    Thomas Kretschmann ist einer der wenigen Deutschen, die sich in Hollywood eine ständige Existenz aufbauen. Nun wollte er den Grafen Stauffenberg spielen - doch Tom Cruise schnappte ihm die Rolle weg. Kretschmann ist sauer.