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Wohnungsbau : Zwischen Porschetown und Aldiville

Wie müssten Häuser aussehen, in denen der Wandel der Gesellschaft nicht als Zumutung, sondern als Chance erlebt wird? Nicht wie Stauraum für Menschen. Bild: Veit Mette/laif

Mietpreisbremsen sind nicht alles: Die staatliche Baupolitik muss auch dem demographischen und sozialen Wandel gerecht werden. Tut sie das ausreichend?

          8 Min.

          Die Kollateralschäden der Maaßen-Affäre haben jetzt also auch die Bauwelt erreicht. Es ist eine ebenso böse wie vielsagende Pointe, dass der sogenannte „Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat“ Horst Seehofer für die Beförderung seines Schützlings auf den Posten eines Staatssekretärs jetzt Gunther Adler rauswirft, den letzten Mann in seinem Ressort, der sich wirklich profunde mit Baupolitik auskennt. Ob es eine kluge Idee ist, einen Bauexperten gegen einen Sicherheitsexperten einzutauschen, wird sich zeigen, denn die Wohnungspolitik wird in Deutschland auf ihre Weise immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko, zu etwas, woran der gesellschaftliche Zusammenhalt auf eine viel fundamentalere Weise scheitern könnte als an der Migrationspolitik.

          Niklas Maak

          Redakteur im Feuilleton.

          Tatsächlich steht nicht erst seit dem eher zufällig ans Bauressort geratenen Seehofer die Politik vor der Entwicklung des Wohnungsmarkts wie ein Ärzteteam vor einem Patienten, dessen Fieber unaufhörlich steigt: Ein Rezept nach dem anderen wird ausprobiert, nichts schlägt an. Warum? Die Tablettenlobbys raten zu mehr Tabletten, die Naturheiler zu mehr Natur. Einig sind sich alle nur darin, dass etwas getan werden muss. Aber was?

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