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Verschwörungsfilm „Hold-up“ : Ein Genozid an den Armen?

Bekanntes Verschwörungsmuster: Das Kapital plant in diesem Propagandafilm eine Weltregierung Bild: Tprod/Screenshot F.A.Z.

Ein französischer Verschwörungsfilm über Corona findet im Netz Millionen Zuschauer. „Hold-up“ ist ein Lehrbeispiel für moderne Propaganda: Die Eliten sind an allem schuld.

          5 Min.

          Das Virus Sars-CoV-2 wurde von Menschenhand geschaffen und in die Welt gesetzt, um die Armen zu töten – offen bleibt allenfalls die Frage, ob es vom französischen „Institut Pasteur“ oder dem „P4-Geheimlabor in Wuhan“ entwickelt wurde. Es gibt ein wirksames und millionenfach bewährtes Medikament, das verboten wurde, weil es billig ist. Aber Corona ist ungefährlich – tödlich werden die Impfungen sein. Die Tests sind total unzuverlässig und die Masken schädlich. Die Eliten proben die „Unterwerfung der Gesellschaft“ und die Diktatur des Geldes durch die Gesundheit. Das ist, nüchtern betrachtet, die Botschaft eines schwindelerregenden Films. Wer ihn gesehen hat, braucht lange, um sich vom Taumel der Phrasen zu erholen.

          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Am 11.11. um elf Uhr wurde der Film im Internet aufgeschaltet. Fast drei Stunden dauert er, „Hold-up“ lautet sein Titel: „Covid-19. Blick auf ein Chaos“. Realisiert hat ihn der frühere Journalist Pierre Barnérias, finanzieren konnte er ihn mit Spenden: Das Crowdfunding übertraf das geplante Budget um das Zehnfache. Die Schauspielerin Sophie Marceau machte Werbung für den Film.

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