https://www.faz.net/-gqz-9pib6

Amerikanische Abgeordnete : Wie antisemitisch ist Ilhan Omar?

  • -Aktualisiert am

Die somalischstämmige Abgeordnete Ilhan Omar Ende Juli vor dem Kapitol. Bild: EPA

Angela Merkel hat sich mit vier weiblichen Abgeordneten der Demokraten solidarisch erklärt, die Donald Trump rassistisch angegriffen hatte. Weiß die Kanzlerin, wen sie im Fall von Ilhan Omar verteidigt?

          4 Min.

          Auf ihrer Pressekonferenz, mit der sich Angela Merkel kürzlich in Berlin vor der versammelten Hauptstadtpresse in die Sommerpause verabschiedete, wurde die Bundeskanzlerin zum Schluss in einem Punkt ungewohnt deutlich. „Ich distanziere mich davon entschieden und fühle mich solidarisch mit den drei attackierten Frauen.“

          Wovon distanzierte sie sich, mit wem ist sie solidarisch? Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte vier weibliche Abgeordnete der Demokraten rassistisch angegriffen. Er empfahl Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Ayanna Pressley und Rashida Tlaib, die sich selbst „The Squad“ nennen, sie sollten „dahin zurückgehen, wo sie hergekommen sind, und helfen, diese total kaputten und kriminalitätsverseuchten Orte wieder in Ordnung zu bringen“. Dagegen wendete sich die Bundeskanzlerin und erteilte Donald Trump eine Lektion. So weit, so gut, könnte man sagen: Wenn Donald Trump auf Rassismus setzt, gilt es, dem entgegenzutreten. Allerdings erklärt sich die Bundeskanzlerin dabei auch mit einer Abgeordneten solidarisch, die sich wiederholt nicht nur als Israel-Gegnerin, sondern eher als Israel-Hasserin und Antisemitin erwiesen hat: Ilhan Omar.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Johnson vs. Trump : Die Ironie des Brexits

          Eigentlich sollten die britisch-amerikanischen Beziehungen nach dem Brexit enger werden. Doch Boris Johnson legt sich gleich an drei Fronten mit dem amerikanischen Präsidenten Trump an – und bleibt auf Linie mit Berlin und Paris.
          Helikopter über den Schweizer Alpen auf dem Weg nach Davos: In einem sitzt der amerikanische Präsident Donald Trump.

          Davos : Jahr der Megatrends

          In Deutschland besteht eine verhängnisvolle Neigung zu glauben, wer die Welt verändern wolle, müsse in erster Linie moralisieren. Die Wirtschaft ist aber nicht der natürliche Feind der Klimapolitik. Das zeigte sich gerade in Davos.