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FAZ Plus Artikel Mit neuester Technik : Der Siegelring des Pilatus

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Hier wurde der Ring vor Jahrzehnten gefunden: Festung des Herodes in der Nähe von Bethlehem Bild: Hebrew University of Jerusalem/EPA

Gefunden wurde er vor Jahrzehnten, aufschlussreich untersucht werden konnte er erst mit heutiger Technik: Ein Ring aus der Palastfestung des Herodes könnte Pilatus gehört haben. Wer trug ihn in seinem Namen?

          Die historische Existenz des römischen Präfekten Pontius Pilatus, der nach neutestamentlicher Überlieferung Jesus Christus hatte kreuzigen lassen, steht außer Frage. Über den Provinzstatthalter, der als Vertreter des römischen Kaisers Tiberius in den Jahren 26 bis 36 nach Christus über Judäa und Samaria herrschte, berichten etliche außerbiblische Quellen. So etwa die Zeugnisse antiker Schriftsteller wie Philon von Alexandria, Flavius Josephus oder auch Tacitus. Auch mehrere Serien von Bronzemünzen werden in der Forschung mit Pilatus in Verbindung gebracht, die der römische Präfekt – ähnlich wie seine Amtsvorgänger – ausgegeben haben soll.

          Allerdings war es unter der Herrschaft der Römer in Palästina nicht üblich, die Statthalter auf den Münzen, deren Ornamentik römische und lokale Traditionen verschmolz, namentlich zu verewigen. Sie trugen in der Regel nur die Namen der jeweiligen Kaiser oder auch deren Mütter. Als einziger archäologischer Fund aus Palästina, auf dem der Name Pilatus explizit erwähnt ist, war bislang nur das Bruchstück einer Inschrift aus der Stadt Caesarea bekannt, die eine Widmung an Kaiser Tiberius enthält. Der Jerusalemer Archäologe Gideon Forster, der die Inschrift Anfang der sechziger Jahre entdeckte, hatte wenig später auch im Herodium gegraben. Unter den zahlreichen Artefakten, die er in der von König Herodes im dritten und zweiten Jahrzehnt vor Christus südlich von Jerusalem errichteten Festungs- und Palastanlage freilegte, befand sich auch ein Ring aus Kupferlegierung. Sein schlechter Erhaltungszustand erlaubte es damals nicht, ihn näher zu klassifizieren. Erst kürzlich konnte der Siegelring mit Hilfe moderner Labormethoden und einer speziellen multispektralen Kamera genauer untersucht werden. Das Forscherteam unter der Leitung des Archäologen Roi Porat von der Hebräischen Universität in Jerusalem konnte darauf nicht nur einen Kelchkrater ausmachen, sondern auch die das abgebildete Gefäß flankierende griechische Aufschrift „Pilato“ entziffern – die Genitivform „des Pilatus“.

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