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Türkisches Gericht : Asli Erdogan freigesprochen

  • Aktualisiert am

Freigesprochen: Autorin Asli Erdogan. Bild: AFP

Die Schriftstellerin, die in Deutschland im Exil lebt, wird von Terrorvorwürfen entlastet. Andere Angeklagte, darunter die Menschenrechtsanwältin Eren Keskin, werden noch gerichtlich verfolgt.

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          Ein Gericht in Istanbul hat die bekannte türkische Schriftstellerin Asli Erdogan in ihrem Verfahren wegen Terrorvorwürfen freigesprochen. In dem Urteil, das der dpa vorliegt, heißt es, dass das Gericht Asli Erdogan, die im Exil in Deutschland lebt, am Freitag von den Vorwürfen der „Untergrabung der staatlichen Einheit“ sowie der „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“ entlastet habe. Ihrem Anwalt Erdal Dogan zufolge wurde Erdogan, die
          seit 2017 in Frankfurt und Köln lebt, auch vom Anklagepunkt „Hilfe für eine Terrororganisation“ freigesprochen. Der Vorwurf der „Terrorpropaganda“ wurde fallengelassen.

          Der Prozess richtete sich gegen Unterstützer und Mitarbeiter der prokurdischen Zeitung „Özgür Gündem“. Diese war nach dem Putschversuch von 2016 wegen angeblicher Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK geschlossen worden. Präsident Recep Tayyip Erdogan ließ damals zahlreiche Medien und Verlage per Dekret schließen.

          Anwalt Dogan sagte, er habe Erdogan das Ergebnis mitgeteilt: „Sie hat sich sehr gefreut. Sie hofft, dass auch ihre Freunde so bald wie möglich freigesprochen werden.“ Andere Angeklagte wie die prominente Menschenrechtsanwältin Eren Keskin werden weiter gerichtlich verfolgt. Im Gespräch mit der Deutschen Welle sagte Asli Erdogan, sie sei froh über den Freispruch, gleichwohl seien ihr dreieinhalb Jahre ihres Lebens genommen worden. Die türkische Justiz sei zu einer Waffe geworden, „um Oppositionelle zum Schweigen zu bringen“. „Der Prozess war wirklich eine Schande“, sagte die Schriftstellerin.

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