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Trumps Populismus : Rausch der Polarisierung

  • -Aktualisiert am

In der Mitte des Raumes: Donald Trump bei einer „Rally“ in Pensacola im amerikanischen Bundesstaat Florida Bild: dpa

Donald Trumps politisches Entertainment versetzt seine Anhänger in einen Zustand der aggressiven Gruppenekstase. Ihre Energie speist sich aus der Dynamik der Spaltung, die der Präsident betreibt.

          8 Min.

          Der Mann, der Paketbomben an prominente Kritiker des amerikanischen Präsidenten Donald Trump verschickt hat, entspricht dem Bild eines idealtypischen Trump-Anhängers: weiß, männlich, mittleren Alters, in ökonomisch prekärer Lage, sozial isoliert. Ein Außenseiter, der getrieben scheint von einem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Seinen Kleinbus, der ihm zuletzt als Wohnung diente, kleisterte er mit Aufklebern zu, auf denen die aggressiven Parolen des Trump-Wahlkampfes zu lesen sind. Helden-Bilder von Trump stehen hier neben Slogans wie „CNN sucks!“ und den Konterfeis prominenter Demokraten, eingekreist im Fadenkreuz.

          Die Beiträge auf den Social-Media-Seiten des Sechsundfünfzigjährigen vermitteln den Eindruck, die „Rallies“ seien der Höhepunkt in seinem Alltag. Auf einem Foto posiert er mit der roten „Make America Great Again“-Baseballmütze, auf einem anderen reckt er stolz ein Schild mit einer Diffamierung von CNN in die Höhe. Der Dokumentarfilmer Michael Moore veröffentlichte eine dem Schnitt geopferte Szene seines aktuellen Films „Fahrenheit 11/9“. Darin sieht man den vermeintlichen Paketbomber in einer Rally vom Februar 2017, kurz nach Trumps Amtsantritt, in der letzten Reihe stehen. Mit ihm hat sich der gesamte hintere Teil des Saals umgewandt und brüllt nun den wenige Meter entfernt postierten Kamerateams Slogans wie „Tell the truth!“ und „CNN sucks!“ entgegen. Die rohe Aggressivität wird für den Betrachter körperlich spürbar. Und es scheint auf einmal plausibel, dass die Trump-Rallies mit den Paketbomben direkt verknüpft sind.

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