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Trotz Irak-Krise : Amerika verleiht Oscars

  • Aktualisiert am

„Zwiespältige” Gefühle vor der Show: Favoritin Nicole Kidman Bild: dpa

Wegen des bervorstehenden Irak-Krieges wird die Oscar-Verleihung an diesem Sonntag bescheidener ausfallen. Der Rote Teppich soll zwar bleiben, die traditionelle Parade der Stars aber fällt aus.

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          Die Oscar-Verleihung an diesem Sonntag soll trotz des drohenden Irak-Kriegs stattfinden, aber die glanzvolle Parade der Stars auf dem Roten Teppich wird ausfallen. Das hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood bekannt gegeben.

          Damit entfällt der traditionelle Prominenten-Empfang mit Interviews, dem Blitzlichtgewitter der Fotografen und den Jubelschreien der Fans. Oscar-Produzent Gil Cates sagte Reportern, dass sich viele Gäste angesichts der Kriegsvorbereitungen bei der üblichen glamourösen Zeremonie auf dem Roten Teppich „unwohl“ fühlen würden. Cates räumte ein, dass der Sender ABC die Oscar-Verleihung für wichtige Nachrichten unterbrechen könnte.

          Nicole Kidman: "Zwiespältige Gefühle"

          Die Akademie arbeite aber weiter daran, die Show am Sonntag von 17.30 Uhr Ortszeit an auszustrahlen. Falls es bis zum Sonntag zum Krieg käme, würde die Show den „Ton der Zeit“ berücksichtigen, sagte Cates. Academy-Vorsitzender Frank Pierson will die Entwicklungen der nächsten Tage abwarten und am Freitag weitere Entscheidungen mitteilen.

          Nicole Kidman, die für einen Oscar als beste Schauspielerin nominiert worden ist, sprach in der letzten Woche von „zwiespältigen“ Gefühlen, die Preisverleihungszeremonie zu Kriegszeiten zu feiern. Auch der für einen Oscar nominierte Darsteller Daniel Day Lewis äußerte starke Bedenken. Produzent Cates will den Gewinnern keine Vorschriften über ihre Dankesworte und mögliche Protestreden auf der Bühne machen. Nach US-Medienberichten wies er die Präsentatoren der Show aber an, sich an ihr vorgeschriebenes Manuskript zu halten.

          Bisher ist noch keine Oscar-Show ausgefallen

          Bereits sechs Tage vor der Show wurden Straßen rund um das Kodak-Theater am Hollywood Boulevard für den Verkehr gesperrt. Mit Metall-Detektoren sollen Fußgänger in der Nähe der Bühne durchsucht werden. Für Sonntag geplante Anti-Kriegs-Demonstrationen dürfen auf Anweisung der Polizei nicht in der Umgebung des Theaters stattfinden. Aus Sicherheitsgründen soll der Luftraum über Hollywood am Sonntagnachmittag für den Flugverkehr gesperrt werden.

          Die Oscar-Nacht ist der Höhepunkt des Jahres für die Filmindustrie in Hollywood und eines der am stärksten angeschauten Fernsehereignisse. Im letzten Jahr verfolgten allein 42 Millionen Amerikaner die Show am Bildschirm mit. In der 75-jährigen Geschichte des Filmpreises ist noch keine Show ausgefallen.

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