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Hackerangriffe : Leben mit dem Risiko

Vorübergehend im Notbetrieb: das Universitätsklinikum Düsseldorf Bild: dpa

Ein Hackerangriff stürzt die betroffenen Institutionen oft ins Chaos. An der Universitätsklinik Düsseldorf hatte eine Cyberattacke wohl erstmals tödliche Folgen.

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          Vor zwei Wochen haben die Hackerangriffe auf Universitäten möglicherweise ein erstes Todesopfer gefordert. Man weiß es nicht genau, denn wie immer nach solchen Attacken bleibt vieles im Ungewissen. Eine Frau mit Aorta-Riss, die in eine Wuppertaler Klinik transportiert werden musste, nachdem Hacker die Server des Universitätsklinikums Düsseldorf lahmgelegt hatten, verstarb jedenfalls an den Folgen ihrer Krankheit. Die traurige Pointe ist, dass der Angriff wohl gar nicht dem Klinikum, sondern der gesamten Universität galt, die ein Erpresserschreiben erhalten hatte. Als die Hacker von den tödlichen Folgen ihres Angriffs erfuhren, gaben sie die blockierten Server frei. Dann verlor sich ihre Spur. Für die Frau war es zu spät. Sie verstarb im Krankenhaus von Wuppertal.

          Thomas Thiel
          Redakteur im Feuilleton.

          Ist sie deswegen gestorben? Die Gerichtsmedizin muss klären, ob die einstündige Verzögerung bis zur Operation den Tod verursacht hat. Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage auf den Verdacht fahrlässiger Tötung ausgeweitet. Noch schwerer wird zu klären sein, wem die Anzeige gegebenenfalls zuzustellen ist. Die Zentralstelle für Cybercrime (ZAC) in Köln bescheinigt den Hackern ein hochprofessionelles Vorgehen. Es ist also nicht klar, ob man sie überhaupt aufspüren wird. Nach ersten Spekulationen führt die Spur nach Russland. Die Wahlheimat vieler Hacker könnte aber auch nur eine Zwischenstation sein, um den wahren Ursprungsort zu verschleiern. Ein realistisches Urteil, sagt Christoph Hebbecker von der ZAC, ist derzeit nicht möglich.

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