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Todesfall : Entertainer Donald O'Connor mit 78 Jahren gestorben

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Donald O'Connor ist tot Bild: AP

Der für seine Slapstick-Tanzeinlage in dem Filmhit „Singin' in the Rain“ weltweit bekannt gewordene amerikanische Schauspieler Donald O'Connor ist tot.

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          Der für seine Slapstick-Tanzeinlage in dem amerikanischen Filmhit „Singin' in the Rain“ weltweit bekannt gewordene amerikanische Schauspieler Donald O'Connor ist tot. Nach Angaben seiner Familie starb O'Connor am Samstag in einem Altersheim im kalifornischen Calabasas im Alter von 78 Jahren an Herzversagen. In seiner langen Karriere trat der wegen seines komischen Talents beliebte Schauspieler in unzähligen Musicals, Fernsehserien, Varietés und Kabaretts auf. Er arbeitete an der Seite von Stars wie Marilyn Monroe oder Clint Eastwood. Zu seinen letzten Worten gehörte nach Angaben der Familie der Satz: „Ich danke der Akademie für den Preis für mein Lebenswerk, den ich irgendwann einmal bekommen werde.“

          Berühmt wurde O'Connor aber vor allem für seine dreiminütige Tanzeinlage in dem 1952 produzierten Filmmusical „Singin' in the Rain“ mit Gene Kelly in der Hauptrolle. Die Slapstick-Nummer zu dem Lied „Make 'Em Laugh“ hatte O'Connor am Set komplett improvisiert, doch war sie so witzig, daß sie in den Film aufgenommen wurde.

          Der Oscar blieb ihm verwehrt

          Für seine Film- und Fernsehauftritte wurde O'Connor mit dem Fernsehpreis Emmy ausgezeichnet, ein Oscar, die Auszeichnung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, blieb ihm jedoch verwehrt. O'Connor erreichte in den 50er Jahren den Höhepunkt seiner Karriere: er drehte eine Reihe von Komödien der Serie „Francis the Talking Mule“ (Francis der sprechenden Maulesel) und zahlreiche Musicals, in denen er sein tänzerisches Talent unter Beweis stellte.

          O'Connor mit Marilyn Monroe

          1954 wurde er für die TV-Show „The Colgate Comedy Hour“ mit dem Emmy ausgezeichnet. O'Connor wurde in Chicago geboren, seine Eltern waren Zirkusartisten. Schon als Kind trat er gemeinsam mit ihnen auf. Mit elf Jahren war er erstmals auf der Leinwand zu sehen und tanzte gemeinsam mit seinen Brüdern in einer Szene von „Melody for Two“.

          Karriereknick durch Alkohol

          Donald David Dixon Ronald O'Connor wurde 1925 in Chicago als Sohn eines Zirkus-Kraftmeiers und einer Seiltänzerin geboren. Seine Karriere begann er schon früh als menschliche Kanonenkugel, die von seinen Brüdern über die Bühne geschossen wurde. Den Höhepunkt seiner Karriere hatte er in den 50er Jahren. Exzessiver Alkohol- und Zigarettenkonsum brachten dann jedoch zunächst einen scharfen Knick, von dem er sich erst nach einem radikalen Entzug wieder erholte. Schon seit langem hatte er mit Herzproblemen zu kämpfen, so wurden ihm 1990 vier Beipässe gelegt. Doch arbeitete er danach noch jahrelang weiter. O'Connor war zweimal verheiratet und hat vier Kinder.

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