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Frankfurt-Berlin : Unseld-Sohn klagt gegen Suhrkamp-Umzug

  • -Aktualisiert am

Joachim Unseld, Sohn des verstorbenen Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld, kämpft für den Standort Frankfurt Bild: Wonge Bergmann

Joachim Unseld, Sohn des 2002 verstorbenen Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld, klagt gegen den Umzug des Verlags von Frankfurt nach Berlin. Unseld bestätigte die entsprechende Information der Rhein-Main-Zeitung. Er hält 20 Prozent am Verlag.

          Joachim Unseld, Sohn des 2002 verstorbenen Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld, klagt gegen den Umzug des Verlags von Frankfurt nach Berlin. Unseld, der 20 Prozent am Verlag hält, bestätigte auf Anfrage die Information der Rhein-Main-Zeitung, wollte sich aber nicht näher zu dem Rechtsstreit äußern; er sei „sehr heikel“. Die Klageschrift ist am Donnerstag beim Frankfurter Landgericht eingegangen.

          Helmut Schwan

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Gesellschafterversammlung des Verlags hatte, wie berichtet, Anfang Februar den Plänen der Geschäftsführerin Ulla Unseld-Berkéwicz zugestimmt. Damals hieß es, der Beschluss sei „mehrheitlich“ ergangen. Das ergab sich aber schon allein daraus, dass Unseld-Berkéwicz über die Siegfried-und-Ulla-Unseld-Familienstiftung 51 Prozent an der Gesellschaft hält und auch die Medienholding AG Winterthur mit ihrem Anteil von 29 Prozent die Umzugspläne befürwortete.

          Offen blieb am Donnerstag, aus welchen Gründen Joachim Unseld, der sich stets skeptisch gegenüber den Umzugsplänen gezeigt hatte, den Beschluss nun juristisch anficht. Noch vor einigen Wochen war darüber spekuliert worden, er werde die Gelegenheit ergreifen, den langwierigen Streit mit Unseld-Berkéwicz zu beenden, und seine Anteile an die Mitgesellschafter verkaufen. Wie stark der Rechtsstreit die Vorbereitungen für den Umzug beeinflusst, hängt auch davon ab, ob Joachim Unseld einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung stellt.

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