Gottfried Benn: Alle Nachrichten und Informationen der F.A.Z. zum Thema

Alle Artikel zu: Gottfried Benn

  4 5 6 7 8  
   
Sortieren nach

None Vier Dinge braucht der Mann

Ist es mehr als eine Mode, daß inzwischen nur noch von "Afroamerikanern" gesprochen wird? Wer im Zeitungsarchiv nach alten Artikeln über schwarze Musiker sucht, sieht, daß man damals "Neger" sagte. Niemand regte sich darüber auf. Die Fortschrittlichkeit, die in dem Wort "schwarz" einmal zu stecken ... Mehr

26.11.2004, 13:00 Uhr | Feuilleton

In Herz und Kopf ein unbezähmbarer Aufruhr

Ich tauche auf aus elf Stunden und neun Minuten mit der Stimme Gottfried Benns. Ich tauche auf aus meinem eigenen Leben. Neben mir liegen Schulhefte, datiert 1957 bis 1961. Ich schrieb mit grüner Tinte Gedichte hinein, die mir damals gefielen - ich war am Anfang vierzehn, am Ende achtzehn Jahre alt. Zunächst waren es Gedichte von Kästner, Mascha Kaléko, Rilke, Hofmannsthal, Goethe, Werfel. Mehr

26.11.2004, 12:00 Uhr | Feuilleton

Rezension Christus kommt mit dem Hovercraft

Auch eine Erlösung: Verlangen nach Musik und Gebirge, Brigitte Kronauers neuer Roman, führt die Illusionsmechanik unserer Phantasie vor und präsentiert uns nebenbei die moralischen Betriebskosten dieser Himmels- und Höllenmaschine. Mehr Von Patrick Bahners

06.10.2004, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Piranha im Goldfischteich

In Sibylle Bergs neuem Roman "Ende gut" geht die Welt unter. Aber das eigentliche Desaster besteht darin, daß die Heldin und Erzählerin vierzig geworden ist. Ein Alter, in dem man sich nicht mehr vormachen kann, daß die eigene Existenz noch in den äußeren Einzugsbereich der Jugend gehört. Wer nicht jung ... Mehr

13.08.2004, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Seht ihn an, den Dichter

Lyriker wissen besser als der Rest der Welt, daß auch Sprache dem schnöden Baukastenprinzip gehorcht. So legte der Satiriker und Versmacher Thomas Gsella 1995 zusammen mit Heribert Lenz und Jürgen Roth einen Phrasenkatalog namens "So werde ich Heribert Faßbender" vor, der zeitlose Sentenzen wie "Da ... Mehr

19.07.2004, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Hallo, Echo

Es ist ein weiter Weg zur Tradition, oftmals verschlungen und von Zeit überwuchert. Der Schweizer Armin Senser schöpft in seinem Lyrikband "Jahrhundert der Ruhe" aus der Spannweite bereits gebrauchter Worte, indem er sich gleichsam antimagnetisch von ihnen abstößt und sie zugleich aufs neue beschwört: ... Mehr

21.05.2004, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Liebevolle Rebellin

Wann habe ich sie kennengelernt? Seit wann sind wir befreundet? Genau weiß ich es nicht mehr, aber es ist schon lange her. Sie, Eva Demski, lebte in jenen Tagen, wenn ich mich recht entsinne, im Banne einer großen Liebe: Es war der politische Kampf, der es ihr angetan hatte.Rannte sie durch Frankfurt mit einem Schwert in der Hand? Wir wollen nicht zu sehr übertreiben. Mehr

15.05.2004, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Das Blatt, die Welt und ich

Auch der strenge Pauker Gottfried Benn machte Ausnahmen. In seinem Vortrag über "Probleme der Lyrik" von 1951, zu dessen reinigendem Fegefeuer immer noch alle angehenden Dichter verurteilt sein sollten, schlug er Gebote in eherne Tafeln und versah sie gleich mit Öffnungsklauseln: 1. Keine Andichtung unbelebter Gegenstände! Ausnahme: Eichendorff. Mehr

13.03.2004, 13:00 Uhr | Feuilleton

None Ampelmännchen im Gleichschritt

Keine Frage: Ein Hauptmerkmal der "Moderne", die zum Neujahrstag 1887 von einigen progressiven Berliner Jungliteraten auf diesen Namen getauft worden war, ist der technisch forcierte Verkehr. 1825 war in England die erste Dampflokomotive auf Eisenschienen gesetzt worden; 1885 baute Carl Benz den ersten ... Mehr

19.01.2004, 13:00 Uhr | Feuilleton

Verehrung Arnos Schmidtmacher - Die Lehren aus Bargfeld

Arno Schmidt, der am kommenden Sonntag neunzig Jahre alt geworden wäre, gilt als ganz Großer der deutschen Nachkriegsliteratur. Und doch: Wer kennt Arno Schmidt? Genauer: Wer kennt ihn außer seinen Kennern? Mehr Von Jürgen Kaube

16.01.2004, 10:57 Uhr | Feuilleton

None Wie süß sind verständliche Worte

Seit fast sechzig Jahren führt Friederike Mayröcker ihr Schreibleben: Aus dem Hieronymusgehäus ihrer von Papieren zugewachsenen Wiener Wohnung sind über siebzig Bücher hervorgegangen, eine ununterbrochene Poesie, die kein Nachlassen der Kräfte erkennen läßt. Altern als Problem für Künstler - so Gottfried ... Mehr

26.11.2003, 13:00 Uhr | Feuilleton

None Tingeltangel von Welt

Die Wedekinds: Frank, der exzentrische Dramatiker, Bürgerschreck und Moralist, und seine Frau Tilly, die personifizierte weibliche Verführung, die auch durch ihre Beziehung zu Gottfried Benn in die Literaturgeschichte einging, sowie ihre beiden Töchter Pamela und Kadidja, denen es nie ganz gelang, ... Mehr

04.11.2003, 13:00 Uhr | Feuilleton

None Keuschheit der Kälte

"Sieben Leben hat die Woche" - dieser Titel von Mario Wirz' Gedichtbuch ist nicht bloß poetisch, sondern durchaus existentiell gemeint. Er meint weniger die Fülle als die Bedrohung der Existenz. Er meint das Leben auf Abruf, das die von Aids Bedrohten, die Erkrankten führen. In einem Gedicht von ... Mehr

11.08.2003, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Hoffnung für Heinos Tochter

Hat Gottfried Benn nicht schon alles gesagt, was über das Gewissen noch zu sagen wäre? Im "Doppelleben" läßt er den Ptolemäer sinnieren: "Erkenne die Lage - das heißt, passe dich der Situation an, tarne dich, nur keine Überzeugungen. Andererseits mache aber ruhig mit in Überzeugungen, Weltanschauungen, ... Mehr

09.05.2003, 14:00 Uhr | Feuilleton

Der alte Mann und das Mädchen

Der Rat ist gut gemeint: "Man sollte nach Verhältnis immer frein, / Da Jugend sich und Alter oft entzwein."Die "Canterbury Tales", in denen Chaucer den alten Männern diese Ermahnung erteilt, werden nicht etwa deshalb weniger gelesen, weil die Leselust abnimmt, sondern weil ihre Weisheit nicht mehr gilt. Mehr

18.03.2003, 12:00 Uhr | Feuilleton

None Einsamer nie, glücklicher nie

Erst im Frühjahr letzten Jahres wurde Astrid Gehlhoff-Claes der literarischen Öffentlichkeit bekannt, als ihr Briefwechsel mit Gottfried Benn aus den fünfziger Jahren erschien (F.A.Z. vom 27. April 2002). Nun hat die 1928 geborene Autorin, die 1953 mit einer Arbeit über Benn promoviert wurde, ihre Autobiographie ... Mehr

28.01.2003, 13:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Sachbuch Für Lesensabschnittspartner

Dem Gerücht, daß die Germanisten derzeit in Scharen zur schicken Kulturwissenschaft überliefen, steht die Selbstverständlichkeit entgegen, mit der an deutschen Universitäten weiterhin ein relativ stabiler Kanon von Werken, Gegenständen und Fragestellungen gepflegt wird. Ein gutes Beispiel ist die Kölner ... Mehr

22.11.2002, 13:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Sachbuch Den Steckschuß interpretierst Du richtig

Als Gisela Dischner, Jahrgang 1939, den Lyriker Paul Celan kennenlernte, studierte sie Germanistik. Heute ist sie Literaturprofessorin an der Universität von Hannover und Verfasserin zahlreicher Bücher - darunter eine Biographie Bettina von Arnims, Anmerkungen zu Kierkegaard und Nelly Sachs. Ihr Arbeitszimmer ... Mehr

12.11.2002, 12:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Sachbuch Sie dürfen nicht machen, was Sie wollen!

Die Frauen! Meine grösste Leidenschaft war eine Ausländerin gewesen, die nie den Namen Nietzsche gehört hatte. Eine andere, mit der ich ein paar Jahre verbrachte, sagte oft: ,so was wie Dich finde ich alle Tage', dann verschwand sie nach Wien u. nach 3 Monaten eines Nachmittags tauchte sie wieder auf mit einer Salami u. Mehr

27.04.2002, 14:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Belletristik Einmal und nie wieder

Wie ging es zu bei einer der Sternstunden der Lyrik des zwanzigsten Jahrhunderts? So: "Ein Glück, daß Sie nicht da waren! Ging schief! Zu großer Hörsaal, zu viel Leute u. miserable Akustik, die hintre Hälfte schrie ,lauter!', peinliche Sache. Einmal u. nie wieder." Es hat offenbar auch sein Gutes, wenn man sagen darf, man sei nicht dabeigewesen, als Gottfried Benn am 21. Mehr

27.04.2002, 14:00 Uhr | Feuilleton

Schachtelhalme Schachtelhalmkrone

Seriosität ist gefragt, auch im Rückblick auf die eigenen schriftstellerischen Arbeiten. Nach den Gedichten nun also die Schriften zur Poetik und Literatur, und damit das nicht gar so ehrwürdig klingt, hat Rühmkorf sie unter den poetischen Titel der Schachtelhalme gestellt. Mehr Von Wulf Segebrecht

15.12.2001, 13:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Belletristik Säumiges Luder, säumiger Lieber

Es ist ein Skandal: Die Geliebte des weltberühmten Dichters, die dankbar sein sollte, als literarische Gestalt in die Geschichte eingegangen zu sein, erscheint in eigener Person, um sich gegen die Literarisierung zu behaupten; daß überdies fast ein halbes Jahrhundert zwischen der Liaison und dem Auftritt liegt, vergrößert nur die Peinlichkeit. Mehr

04.12.2001, 12:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Belletristik Als das Verzweifeln noch half

Nicht immer bürgt ein Lebensthema für eine faszinierende Obsession. Bruno Hillebrand etwa, der sich auch als Lyriker und Romanautor betätigte, wird man neben seiner "Theorie des Romans" vor allem mit Gottfried Benn in Verbindung bringen, dessen Werk er in der Fassung der Erstdrucke ediert und mit dem er sich in Aufsätzen und Büchern immer wieder befaßt hat. Mehr

22.11.2001, 13:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Belletristik Schiefe Ebene der Wirklichkeit

Seine Figuren wissen nicht, womit sie ihr meist auswegloses, immer bedrückendes Schicksal verdient haben. In seinen Städten, deren Fassaden die blankgeputzten Stirnen von Totenschädeln sind, fließt dunkles Blut durch schmutzige Adern. Seine Erzählstimmen unterscheiden selten zwischen Schlaf und Wachen; ... Mehr

10.10.2001, 14:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Belletristik Heilung von Kristian

Faller ist nicht Stiller. Zwischen ihrer literarischen Geburt liegt ein halbes Jahrhundert, wechselten die Generationen wie die Zeiten, veränderte sich die Welt. Der existentialistische Grund, auf dem Max Frischs Anatol Ludwig Stiller vergeblich gegen die Gesellschaft kämpfte, weil sie ihm ihre Muster aufprägte, ... Mehr

09.10.2001, 14:00 Uhr | Feuilleton
  4 5 6 7 8  
Themensuche
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z