Elias Canetti: Alle Nachrichten und Informationen der F.A.Z. zum Thema

Alle Artikel zu: Elias Canetti

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None Der Rhythmus, wo ich mitmuß

Man darf sich nicht täuschen: In seinen Essays über den künstlerischen Schaffensprozeß spricht Felix Philipp Ingold vom "Autor", in dessen Namen er auftreten möchte, und vom "Sinn", für den der Leser, ein zweites Mal schaffend, verantwortlich ist: Doch nur an der Wortoberfläche stellt Ingold sich der hermeneutischen Frage, wie ein individuelles, meist schriftliches Gebilde zu verstehen sei. Mehr

18.05.2005, 14:00 Uhr | Feuilleton

Küsse, Bisse

Für Kritiker und Germanisten empfand Elias Canetti tiefe Abneigung. Was bliebe denn auch von Gedichten, "wenn ihnen alles entnommen ist, was sie nicht enthalten"? Zu einem jetzt am Berliner Zentrum für Literaturforschung ausgerichteten Geburtstagscolloquium wäre er also kaum erschienen. Mehr

13.04.2005, 17:02 Uhr | Aktuell

None Und alle Kinder säßen unter meinen Zweigen

Der Ungar Attila József ist einer der großen Dichter der Moderne, was aber die Welt noch immer nicht weiß. Sein Heimatland feiert am 11. April den hundertsten Geburtstag seines frühvollendeten tragischen Genies. Das Werk dieses Mannes, der 1937, erst zweiunddreißigjährig, seinem Leben ein Ende setzte, überstand ... Mehr

09.04.2005, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Wer geliebt sein will, braucht nur zu sterben

Wer sich auf ihn einläßt, muß wissen, was er tut: "Die Erfahrung mit einem Menschen genügt für hundert Jahre. Man wird auch dann nicht mit ihr fertig." Das schrieb Canetti gegen die biographische Methode im allgemeinen, dürfte aber vor allem auf ihn selbst gemünzt sein. Als einen "Titan fürwahr, ... Mehr

05.03.2005, 13:00 Uhr | Feuilleton

None Der Wille zur Sprachmacht

War Canetti ein großer Mann? Körperlich jedenfalls nicht, und sicher spielte dieser Umstand in seinem Leben eine gewisse Rolle. Nicht selten wuchert bei kleinen Männern aus der lebenslangen stillen Kränkung eine überkompensierende Ich-Gier, die mit Eitelkeit nur dürftig bezeichnet wäre. Warum auch ... Mehr

05.03.2005, 13:00 Uhr | Feuilleton

Der Menschenfresser

Elias Canetti war ein Einzelner. Mit Martin Walser war er ein wenig befreundet, über die "Blechtrommel" von Grass hat er mal ein nettes Wort gesagt, die "Jahrestage" von Johnson hat er gelesen und geschätzt, Thomas Bernhard hielt er eine kurze Weile für einen möglichen Geistesverwandten, mit Erich Fried verband ihn aus der England-Zeit eine Freundschaft. Mehr

27.02.2005, 12:00 Uhr | Feuilleton

None Die geliehene Zunge

Friedl Benedikt starb jung, noch keine siebenunddreißig Jahre alt, 1953 in Paris. Doch da hatte sie schon drei Romane geschrieben, von denen aber keiner in ihrer Muttersprache publiziert worden war. Dafür gab es zwei Gründe: Friedl Benedikt war 1938 aus Wien nach England emigriert und hatte ihre zwischen 1944 und 1950 erschienenen Bücher jeweils auf englisch verfaßt. Mehr

29.10.2004, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Arbeitspensum 1945

In den zwei Jahren von Sommer 1948 bis zum Sommer 1950 kam es zwischen zwei Schriftstellern zu einem kurzen heftigen Zusammentreffen. Das Gespräch zwischen den beiden hätte dem deutschen literarischen Bewußtsein nach 1945 unter die Arme greifen können, wenn denn von diesem Treffen etwas in die Öffentlichkeit gedrungen wäre. Mehr

16.10.2004, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Voller Verlangen: Heiner Goebbels' Musiktheaterwerk "Eraritjaritjaka" im Frankfurter Schauspiel

Die vier Mitglieder eines Streichquartetts betreten die Bühne, nehmen Platz, intonieren ein Stück. So beginnt gewöhnlich ein Konzert, so gestaltet sich zunächst auch Heiner Goebbels' neues Stück "Eraritjaritjaka". Mehr

17.09.2004, 22:34 Uhr | Rhein-Main

None Dichtung und Wahrheit

Walter Hinck, langjähriger Mitarbeiter im Literaturblatt dieser Zeitung und letztjähriger Träger des Preises der "Frankfurter Anthologie", hat seinen zahlreichen Publikationen ein neues Buch hinzugefügt, das einem seiner zentralen Interessengebiete gilt. Unter dem Titel "Selbstannäherungen: Autobiographien im 20. Mehr

26.02.2004, 13:00 Uhr | Feuilleton

Literatur Sei umarmt von Deinem Teddie

Im ersten Brief ist er noch der "sehr verehrte Herr Professor", doch bald schon wird er zum "liebsten Teddie". Sie wiederum darf sich "sehr, aber schon wirklich sehr umarmt von Deinem Teddie" fühlen. "Es ist ein Segen, daß es Dich gibt", schickt er hintennach. Mehr

21.01.2004, 19:24 Uhr | Rhein-Main

None Ende der Maskerade

Dies ist ein Buch, das beim zweiten Lesen immens gewinnt. Dann hat sich das Erstaunen gelegt über den bisweilen harschen Ton, den Elias Canetti anschlägt, über die teilweise mißratene Komposition, über die Redundanzen. Und man beginnt, die Intensität der Beschreibungen zu würdigen, Canettis Wagemut beim Metapherngebrauch und vor allem sein Auge für Menschen. Mehr

11.10.2003, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Ene mene mu, und Klang bist du

Die Provinz ist im Kopf, behauptete Elias Canetti. Im Kopf ist alles. In vielen Köpfen ist keine Lautpoesie. Die auch im Körper ist. Ist etwas im Körper, ist es früher oder später auch im Kopf. Wahrnehmung ist eine Rückkopplungsschleife. Lautpoesie: auditives Irritations- und (Selbst-)Wahrnehmungsexperiment in einem. Mehr

11.09.2003, 14:00 Uhr | Feuilleton

None Narrenschiff statt Flugzeugträger

"Wollte ich, was sich in mir während dieses Winters ereignet, im Gespräch mit dem Phänomen Wien pathetisch ausdrücken, so müßte ich von einem inneren Unfall sprechen, vom Einbruch der dunklen Wasser in einen leer gewordenen Raum, einem Einbruch also von unten her. Man blickt nicht ungestraft in den ... Mehr

13.05.2003, 14:00 Uhr | Feuilleton

Irak nach dem Krieg "Ein Kind namens Irak ist jetzt geboren"

Wie keine andere Stadt freut sich Nadschaf, die Stätte der schiitischen Gelehrsamkeit, über die Befreiung vom Saddam-Regime. Nach über 20 Jahren dürfen religiöse Rituale wieder abgehalten werden. Mehr Von Ahmad Taheri

26.04.2003, 22:47 Uhr | Politik

Wo die Kirchenuhren stillstehen

Sie war schön und reich und Kommunistin. Ihr Großvater war der Friedensnobelpreisträger Elie Drucommun, und mit ihrem ersten Mann, dem legendären Strafverteidiger Wladimir Rosenbaum, hielt sie in Zürich ein gastliches Haus, den "Baumwollhof", in dem James Joyce, C. G. Jung, Elias Canetti verkehrten und Werke von Picasso und Max Ernst die Wände zierten. Mehr

23.04.2003, 12:00 Uhr | Feuilleton

Das Namenspiel

Erinnerungsliteratur hat zwei Berechtigungen: Prominenz und ein interessantes Leben. Beides weckt die Neugier des Lesers (im ersten Fall meist vor, im zweiten während der Lektüre). George Wyland-Herzfelde ist ein Beispiel für die Wechselwirkung zwischen beiden Faktoren. Er ist der Sohn des Malik-Verlegers ... Mehr

22.04.2003, 12:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Sachbuch Sie entfacht mit einer Hand den allergrößten Brand

Anfang April 1952 befand sich Hannah Arendt in Paris. Es war erst ihre zweite Reise nach der Emigration in die Vereinigten Staaten. Auf der ersten, zwei Jahre zuvor, hatte sie Martin Heidegger wiedergesehen, den früheren Geliebten, und Karl Jaspers, den sie mit feiner Spitze in Abgrenzung zu Heidegger, der für sie "ein Lehrer" war, als "den einzigen wirklichen Erzieher" bezeichnete. Mehr

05.11.2002, 13:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Sachbuch Der Maler, der die Renaissance in Rhetorik verwandelte

Elf Tage vor seinem Tod, im letzten langen Gespräch mit Eckermann, kam Goethe auf Raffael zu sprechen. Die meisten Menschen seien heutzutage der Ansicht, Gott habe sich schon lange zurückgezogen. Sogar "in Dingen der Wissenschaft und Künste glaubt man, es sei lauter Irdisches und nichts weiter als ein Produkt rein menschlicher Kräfte. Mehr

08.10.2002, 12:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Belletristik Im Fangobad der Philosophie

"Es gibt in der europäischen Literatur eine Art Ranküne gegen die Entwicklung des menschlichen Großhirns, die mir nie anders denn als eine snobistische und alberne Form der Selbstverleugnung erschienen ist", schrieb Thomas Mann 1934 in einem Brief an Karl Kerényi. Anlaß für dieses Bekenntnis waren ... Mehr

27.09.2002, 14:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Belletristik Packesel als Geheimnisträger

Man mag dem Editorenbrauch, aus den Werken großer Autoren handliche Auszugsbändchen herzustellen, kritisch gegenüberstehen, aber das ändert nichts an der Beliebtheit solcher Auswahlen seit der Antike. Natürlich liegt immer auch eine kleine oder große Verfälschung in der Herauslösung von Sätzen oder Absätzen aus ihrem größeren Zusammenhang, um sie wie Aphorismen zu präsentieren. Mehr

10.09.2002, 14:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Hörbuch Akustische Maskerade

Es gibt Hörbücher, in denen die Vorlage erst ganz zu sich selbst kommt. Ein solches ist die jetzt veröffentlichte Aufnahme einer Lesung Elias Canettis aus seinem satirischen Drama "Komödie der Eitelkeit" von 1933. Mehr Von Richard Kämmerlings

24.08.2002, 14:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Sachbuch Geheimnis des Getreidebratlings

Die Zeichen stehen auf Genuß. Im Fernsehen brutzelt es auf allen Kanälen. Kochbücher pflastern die Buchläden. Und spätestens seit uns im französischen Kinoschlager "Amélie" verheißen wurde, daß es die kleinen Freuden sind, die das Leben lohnend machen, müssen auch Prominente dringlicher ein gutes Speiserezept kennen als eine politische Meinung haben. Mehr

25.06.2002, 14:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Belletristik Hampelhund

Eine Kindheit ohne Tiere sei nichts wert, hat Elias Canetti einmal behauptet, womit er wohl meinte, daß der unmittelbare Zugang zum Kreatürlichen, nach dem Canetti sich zeitlebens sehnte ("Jahre meines Lebens gäbe ich dafür, für kurze Zeit ein Tier zu sein"), nur in einer vorzivilisierten Lebensphase möglich sei. Mehr

13.04.2002, 14:00 Uhr | Feuilleton

Rezension: Belletristik Fahnen von einst

Als Kind, so erzählt der Dichter, sei er auf dem Schulweg am Schlachthaus vorübergerannt, um dem Geschrei der verendenden Tiere zu entkommen. Dann aber habe er sich zum Gehen gezwungen und schließlich das Gebäude betreten: "Ich wollte mich nicht mehr an den Tod gewöhnen - ihn bekämpfen wollte ich." ... Mehr

12.01.2002, 13:00 Uhr | Feuilleton
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