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Thema & Lektüre : Ungebrochen faszinierend: Der Mythos Marilyn

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Luxusgeschöpf Marilyn: So sah sie „Life”-Fotograf Milton H. Greene Bild: Schirmer/Mosel

40 Jahre nach ihrem Tod gibt der Mythos Marilyn Monroe immer noch Rätsel auf. Buch-Tipps von FAZ.NET.

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          Vor 40 Jahren starb Marilyn Monroe. Ihre Faszination ist ungebrochen. Ihr Leben bietet nach wie vor reichhaltig Stoff für Spekulationen und Entdeckungen. In Kürze wird imTaschen-Verlag ein Band mit noch unveröffentlichten Fotos der Filmdiva erscheinen. FAZ.NET hat aus der Fülle der Monroe-Literatur einige empfehlenswerte herausgefiltert.

          Christa Maerker: "Marilyn Monroe und Arthur Miller". Eine Nahaufnahme.

          Christa Maerker erzählt die Geschichte von Marilyn und Arthur Miller. Die Ehe zwischen dem scheinbar ungleichen Paar ist das vielleicht berühmteste Beispiel für die Vereinigung von Sinnlichkeit und Intellekt. Glaubt man den Biografen, dann sehnt sich Marilyn danach, ernst genommen zu werden und sich mit ernsthaften Menschen zu umgeben. Arthur Miller, ihr dritter Ehemann, war der perfekte Gefährte. Doch Miller, der anfangs ihren „trockenen Humor“ bewunderte, bemitleidete sie schließlich als „hilflose Kindfrau“. Christa Maerker hat die Geschichte dieser Ehe sorgfältig ausrecherchiert und vermeidet es, sich in der Fußangel des Klischees zu verheddern.

          Aufnahmen vom Set: „The Misfits”

          Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2002. 185 S., EUR 7,90

          Arthur Miller, Serge Toubiana: "The Misfits - Nicht gesellschaftsfähig“. Die Entstehungsgeschichte eines Films, von Magnum-Fotografen dokumentiert.

          Arthur Miller schrieb das Drehbuch zu dem Film „The Misfits“ für seine Frau Marilyn. Der Film erzählt von der frisch geschiedenen Roslyn, die in der Wüste von Nevada mit zwei Cowboys und einem Witwer zusammentrifft. Vom Leben enttäuscht, kann keiner von ihnen sein Leben in gewohnten Bahnen fortsetzen. Die Dreharbeiten dauerten doppelt so lange wie vorgesehen, die Stimmung am Set war miserabel - eine Herausforderung für anspruchsvolle Magnum-Fotografen wie Henri Cartier-Bresson und Inge Morath. Deren Fotos sowie ein Interview mit Arthur Miller vermitteln ein anschauliches Bild der Dreharbeiten.

          Verlag Kehayoff, München 2000. 192 S., EUR 29,95

          Joyce Carol Oates: "Blond".

          Die Schriftstellerin Joyce Carol Oates beschreibt Marilyn Monroe in „Blond“ als zerrissene Person. Als Biografie wollte sie das Buch nie verstanden wissen. Oates erzählt das Leben der Schauspielerin aus den Augen Monroes. Die Idee dazu war ihr gekommen, als sie eine Fotografie der siebzehnjährigen Norma Jean Baker sah, auf der diese so gar nicht dem Image der frivolen Sexbombe entsprach. „Ich sah in ihr eines der Mädchen aus meiner Nachbarschaft, und ich hatte das Gefühl, dass sie keine Ahnung davon hatte, was das Leben für sie bereithalten sollte. Das stellte ich mir unter einem amerikanischen Epos vor. Ich wollte nicht unbedingt über den Mythos Marilyn Monroe schreiben, aber zeigen, wie sie innen war."

          Roman. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Uda Strätling, Sabine Hedinger und Karen Lauer. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2000. 910 S., EUR 12,90

          Bert Stern: "Marilyn Monroe - The Complete Last Sitting".

          Der Mode- und Werbefotograf Bert Stern fotografierte Marilyn kurz vor ihrem Tod in zwei Sitzungen im Bel-Air-Hotel in Los Angeles. Er wollte eine Art endgültiges Porträt von ihr, vergleichbar jener berühmten Aufnahme Greta-Garbos von Edward Steichen. Doch Stern wurde enttäuscht. Und auch die Auftraggeber von „Vogue“ waren unzufrieden und schickten Steichen postwendend nach L.A. zurück, wo er dann mehr Glück hatte.

          Mit einem Text von Bert Stern. Verlag Schirmer/Mosel, München 1992. 463 S., 2658 zum Teil farbige Abb., geb., EUR 98,-

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